Handball-Bezirksoberliga: Werra WHO trotzt Gensungen/Felsberg II ein Remis ab

Holz verhindert eine Niederlage

Ihm gelangen beim Remis zehn Treffer für seine HSG Werra WHO: Marco Malsch. Foto: Wenzel

Heringen. Handball-Bezirksoberligist HSG Werra WHO versüßte sich seinen Start ins neue Jahr mit einem Punktgewinn. Das 35:35 (15:18) in der Heringer Großsporthalle gegen die ESG Gensungen/Felsberg II war aufgrund der starken kämpferischen Leistung mehr als verdient.

Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Weil ein Timeout der souverän leitenden Schiedsrichter Ottmar Volk und Gene Wampler in der Schlussminute beim Kampfgericht nicht gleich ankam, musste die Partie für zwölf Sekunden in die Verlängerung gehen.

In dieser verlor Florian Strümpf zunächst im Angriff den Ball. Beim anschließenden Tempogegenstoß foulte die WHO-Abwehr den Angreifer. Und so gab es in der Schlusssekunde einen Siebenmeter und damit die große Siegchance für die Edertaler. Doch Tim Schanze scheiterte. Sein Wurf klatschte an die Latte des von Jonas Ißleib bei Siebenmetern gut gehüteten Kastens.

Max Rimkus im Jubelkreis

Da war der Jubel bei der WHO riesengroß. Die Spieler bildeten einen Kreis. In dessen Mitte: Max Rimkus, der nach einem plötzlichen Herztod und anschließender Wiederbelebung vor fast genau einem Jahr so weit wieder fit ist, aber keinen Handball mehr spielen darf.

Bester Werfer bei den Gastgebern, die verstärkt durch Johannes Hopf aus Eisenach und Sebastian Böhler aus Schenklengsfeld in die Rückrunde starteten, war Marco Malsch mit zehn Toren.

Der pfeilschnelle Rechtsaußen war auch an der Aufholjagd in Hälfte zwei beteiligt. Mit 17:21 lagen die Gastgeber in der 35. Minute zurück. „Dass wir den Rückstand aufgeholt haben, war aber ein Verdienst der ganzen Mannschaft“, gab der Außenspieler das Lob an seine Teamkollegen gleich weiter.

Enormer Kampfgeist

Trainer Jörg Fischer attestierte seiner HSG eine bärenstarke kämpferische Leistung: „Dass wir uns in der zweiten Hälfte steigern konnten, gab den Ausschlag. Mit ein bisschen Glück wäre sogar mehr möglich gewesen.“ Fischer sprach dabei ein paar Chancen in der zweiten Hälfte an. Aber auch der starke Gast trug dazu bei, dass es die WHO immer wieder schwer hatte.

Besonders Tim und Marcel Schanze wussten immer wieder die Lücken in der WHO-Deckung zu nutzen. Nach ausgeglichener Anfangsphase zog der Gast bis zum Seitenwechsel auf 18:15 davon. Doch die WHO blieb die Antwort nicht schuldig und holte in Hälfte zwei aber wieder auf.

HSG Werra WHO: Ißleib/Oetzel, B. Krause 1, Hopf 3, Malsch 10, M. Fischer, Wolf 5, Strümpf 5, Schramm 4, Chybe 3, Zuparic, Heer, Streckhardt 2/1, Böhler

Von Hartmut Wenzel

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