Handball-Bezirksoberliga: Aufstiegschance der HSG Werra WHO ist durch 24:24 deutlich gesunken

Nach dem Remis keine Spur von Frust

Er gehörte zu den erfolgreichsten WHO-Werfern: Sebastian Schramm (links), der hier von Schenklengsfelds Benjamin Apel nicht aufgehalten werden kann. Foto: Eyert

Schenklengsfeld. Das Derby der Handball-Bezirksoberliga hielt, was es versprochen hatte: Packende Spannung bis zur Schlusssirene, große kämpferische Momente, Aufholjagden. Und zum Schluss ein gerechtes Ergebnis.

24:24 (9:13) endete das Duell der beiden Kreisrivalen. Beide Seiten gaben sich mit dem Resultat zufrieden. Selbst die WHO, die zweimal einen klaren Vorsprung au der Hand gegeben hatte. Und nun nur noch eine theoretische Chance auf das Erreichen der Aufstiegsrelegation besitzt.

Auf der letzten Rille

Doch von Frust keine Spur. Nein, Enttäuschung verspüre er nicht, sagte WHO-Trainer Jörg Fischer. „Alles gut – wir haben viele angeschlagene und gesperrte Spieler gehabt, sind auf der letzten Rille gelaufen. Ich nenne da nur stellvertretend Simon Streckhardt und Alexander Nitsche.“ Er müsse seinem Team vielmehr ein großes Kompliment machen: „Es war heute eine geschlossen starke Leistung.“

Fischer freute sich überdies, dass die Serie hielt. Elf Siege, zwei Unentschieden - die WHO ist nun seit 13 Spielen ungeschlagen. „Darauf kann die Mannschaft stolz sein.“ Die WHO steht nun vor dem nächsten Knallerspiel am kommenden Samstag in Heringen, wo um 17.30 Uhr der TV Flieden zu Gast sein wird.

Der ist Tabellenzweiter und nach dem Remis der WHO der erste Anwärter auf die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation gegen den Zweiten der Kasseler Bezirksoberliga.

Der Blick der Werrataler ist auch schon auf die kommende Saison gerichtet. Die personellen Planungen laufen.. Dem Vernehmen nach ist ein neuer Torwart bereits verpflichtet worden.

Kampf, Wille, Aggressivität

Gut mit dem Remis leben kann auch Schenklengsfelds Sascha Kepert. „Nach der ersten Hälfte habe ich gedacht, dass wir klar verlieren würden“, sagte der Spielertrainer. Doch seine Landecker zeigten Biss. Kampf, Wille und Aggressivität - das sei die Erfolgsformel bei der Aufholjagd gewesen, stellte Kepert fest, der als Torhüter großen Anteil am Teilerfolg seiner Mannschaft hatte. Selbst gegen frei vor ihm auftauchende Gegner parierte er nach dem Wechsel einige Male.

„Nach diesem Verlauf hätte das Derby auch keinen Sieger verdient gehabt“, ergänzt Kepert zu Recht, denn schließlich hat auch seine SG Schenklengsfeld eine tollte Teamleistung gezeigt.

„Wir haben nahtlos an die Spiele nach der Weihnachtspause angeknüpft, wo wir die Spitzenteams der Liga geschlagen haben.“ Kepert verschwieg nicht, dass „eine gewisse Härte“ im Spiel gewesen sei. „Letztendlich verlief aber alles im Rahmen.“

Für die Schenklengsfelder ist nach dem Derby vor dem Derby. Denn am Samstag empfangen die Landecker die TG Rotenburg II. Kepert: „Da haben wir noch etwas gutzumachen. Im Hinspiel haben wir unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt.“

SG Schenklengsfeld: Oetzel, Kepert - Abad 1, Fischer, Böhler 2, Manske 5, Apel 1, Schnell, von Manger 2, Lotz 5, Fäcke, Rüger, Ehlert 4, J. Sandrock 4

HSG Werra WHO: Ißleib, Kutscher - B. Krause 1, Witzel 4, Reim 1, Claus, Bommer 6, Mar. Fischer, Wolf 3, Strümpf, Schramm 4, Heer, Schneider 5/3.

SR: Handke/Mudrak (Bebra/Eitra); Zuschauer: 250

Von Hartmut Wenzel

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