WHO hat Respekt vor seinem Derby-Gast aus Rotenburg

Drei Leistungsträger in Aktion: Stefan Ebenhoch (links) und Martin Harbusch (rechts) von der TGR II versuchen, WHO-Torjäger André Witzel am Wurf zu hindern. Foto: Walger

Heringen/Rotenburg. „Es gibt ja nicht mehr so viele Derbys in dieser Klasse, von daher ist es ein besonderes Spiel", sagt Martin Harbusch.

Am Samstag muss der Spielmacher mit seiner TG Rotenburg II in der Handball-Bezirksoberliga bei der HSG Werra WHO ran. Anwurf in der Heringer Großsporthalle ist um 17.30 Uhr. „Die TGR ist ein richtig harter Brocken“, sagt WHO-Trainer Jörg Fischer, „wir freuen uns aber drauf. Ich hoffe, dass wir eine volle Hütte haben werden.“

Am vergangenen Wochenende kassierten beide Teams Niederlagen. Die WHO verlor das Verfolgerduell beim TSV Wollrode mit 27:29. „Das war sehr ärgerlich. Wir hatten mehrmals die Chance gehabt, den Sack zuzumachen. Die Summe der Fehler hat sich dann in den letzten Minuten brutal gerächt“, blickt Jörg Fischer zurück. Er bescheinigt seinem Team aber insgesamt eine gute Leistung.

Die TGR II unterlag in eigener Halle der FT Fulda mit 32:33. „Völlig unnötig“ befindet Martin Harbusch. Sein Trainer Frank Hofmann geht noch weiter: „So sauer war ich nach einem verlorenen Handballspiel selten. Wir haben 28:26 geführt, denen dann fünf Bälle weggefangen, aber daraus kein einziges Tor gemacht.“

WHO-Coach Jörg Fischer erwartet auch wegen dieses Misserfolges eine „bis in die Haarspitzen motivierte Rotenburger Mannschaft“. Was aber nichts an seiner Zielsetzung ändert: „Wir spielen zu Hause und wollen und müssen gegen den Tabellennachbarn gewinnen.“ Schließlich soll es bis zur Weihnachtspause bei den vier Minuspunkten bleiben.

Die TGR II steht als Sechster zwar nur einen Platz hinter der WHO, weist aber schon fünf Miese mehr auf als der Kreisrivale. Trotzdem sieht Jörg Fischer das Team von Frank Hofmann leistungsmäßig auf einer Ebene. Beide Mannschaften eint, dass sie viele junge Talente in ihren Reihen haben. Deshalb ist und war die Meisterschaft für beide in dieser Saison auch kein Thema.

Jörg Fischer hat bei der knappen Niederlage in Wollrode gesehen, dass seinen Jungs dort „nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern auch ein Quäntchen Erfahrung“ gefehlt hat. Und TGR II-Regisseur Martin Harbusch musste nicht erst gegen die FT Fulda erkennen: „Uns fehlt in den entscheidenden Phasen oft die Cleverness. Gerade in der zweiten Hälfte agieren wir dann nachlässig und lassen beste Torchancen aus. Kaltschnäuzigkeit ist eine Qualität, an der wir als Mannschaft arbeiten müssen.“

Auf die Frage, wie er mit seinen Rotenburgern in Heringen punkten kann, bleibt Martin Harbusch um eine Antwort nicht verlegen: „Wir müssen einen soliden Ball spielen und dürfen nicht so viele Gegenstöße fressen. Und wir müssen aufpassen, dass wir Torwart Ißleib nicht warmschießen.“

Während bei der TGR neben den Langzeitverletzten wohl noch der erkrankte Sascha Köhler ausfallen wird, kann Jörg Fischer vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Was seine Zuversicht stützt. „Wir hatten einen Riesenumbruch in der Mannschaft“, sagt er, „noch fehlt die Abgeklärtheit, aber wir sind auf einem guten Weg.“

Von Thomas Walger

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