Tabellenführer WHO gewinnt Schlüsselspiel in Datterode

Mit aller Macht: WHO-Spieler Sebastian Wolf, hier am Ball, hatte nach Auskunft seines Trainers Jörg Fischer „einen Sahnetag“ erwischt. Ihm gelangen in Datterode acht Treffer für den Tabellenführer. Foto: Walger

Datterode/Obersuhl. Zwei Punkte Vorsprung hat das Team von Trainer Jörg Fischer nach seinem konzentrierten Auftritt in fremder Halle.

Die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Werra WHO sind nach dem 32:27 (17:11)-Auswärtssieg bei der ESG Datterode/Röhrda alleiniger Tabellenführer. Sie profitierten dabei vom Ausrutscher ihres bis dato hartnäckigsten Verfolgers, der ESG Gensungen/Felsberg.

Der verlor überraschend sein Heimspiel gegen den Tabellensiebten Wollrode mit 23:24 und weist nun sechs Minuspunkte auf. Zwei mehr die WHO, die 22:4 Zähler auf dem Konto hat.

„Das war definitiv ein Schlüsselspiel für uns bei den heimstarken Datterödern“, stellte WHO-Trainer Jörg Fischer fest. Genau das hätten seine Spieler im Vorfeld kapiert. „Es war eine klasse Mannschaftsleistung“, verteilte der zufriedene Coach ein Gesamtlob. Nun habe man eine günstige Ausgangsposition im Titelkampf, denn die Mitbewerber Landeck/Hauncek und Gensungen/Felsberg müssen in der Rückrunde noch bei der WHO antreten.

Vorgaben umgesetzt

Die Grundlage zum Erfolg in Datterode beim bisherigen Tabellenfünften legte die HSG Werra WHO bereits in den ersten 15 Minuten. Sie setzte mit dem Anwurf das um, was sie sich vorgenommen hatte.

Die Abwehrspieler waren flinke auf den Beinen, ihr Zusammenspiel mit den Torhütern klappte vorzüglich. Die Angreifer agierten konsequent und konzentriert im Abschluss. Und so führten die Gäste nach einer Viertelstunde mit 8:2. Zwei Minuten später erhöhte der mit neun Treffern erfolgreichste WHO-Werfer, Frantisek Chyba, erstmals auf sieben Tore (10:3).

Näher als bis auf vier Treffer kam die ESG im ersten Durchgang nicht mehr heran. Beim Seitenwechsel führten Fischers Männer mit 17:11.

Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gastgeber warfen alles, was ihnen zur Verfügung stand, in die Waagschale. Über 15:19 (34.) und 18:21 (40.) verkürzten sie in der 51. Minute sogar auf 23:25.

Nie den Kopf verloren

„Wir haben den Kopf aber immer oben behalten, dagegengehalten und mit viel Selbstbewusstsein gespielt“, sagte Jörg Fischer. Seine WHO antwortete mit zwei Toren durch Frantisek Chyba und Dusan Duricaber zum 23:27 (53.). Diesen Vorsprung gaben die Gäste nicht mehr aus der Hand, sie bauten ihn in der Schlussphase sogar noch auf fünf Treffer zum verdienten 27:32-Sieg aus.

Damit untermauerte die HSG Werra WHO ihre Aufstiegsambitionen eindrucksvoll. Mehr allerdings auch nicht, wie Jörg Fischer betont: „In dieser Liga kann man fast gegen jeden Gegner verlieren.“

Auch am Sonntag in Heringen gegen den Tabellenfünften Jestädt/Grebendorf „müssen wir wieder unsere beste Leistung abrufen“, blickt er schon auf die nächste Aufgabe voraus.

HSG Werra WHO: Schottmann, Oetzel - Chyba (9), Wolf (8), Bach (4), Duric (4), Schramm (4), Schneider (2/2), Reim (1), Krause, Breitbarth, Raljic, Strümpf, Streckhardt

Von Thomas Walger

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