Favorit setzte sich beim Handball-Spiel durch

HSG Werra WHO gewinnt prickelndes Derby gegen TG Rotenburg II

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Zwei, die dem Derby ihren Stempel aufdrückten: TGR-Keeper Florian Schmidt, der die Schützen des Gastes im zweiten Durchgang fast zur Verzweiflung trieb. Und WHO-Linksaußen Simon Streckhardt, der nur von einer Roten Karte aufzuhalten war.

Rotenburg. Die Bezirksoberliga-Handballer von Trainer Jörg Fischer bauen durch Erfolg bei der TG Rotenburg II ihre Erfolgsserie auf 23:1 Punkte in Folge aus.

Gratulation, WHO! In einem vor allem in der zweiten Halbzeit sehr spannenden und packenden Kreisderby konnte sich der Favorit im Spitzenspiel der Handball-Bezirksoberliga durchsetzen. Die HSG Werra WHO gewann bei der heimstarken TG Rotenburg II mit 32:30 (20:13). Sie bleibt damit auch im zwölften Spiel in Folge ungeschlagen.

Derbyatmosphäre - und die herrschte in der gut gefüllten Rotenburger Großsporthalle - sorgt dafür, dass die Spieler auch ihre letzten Kräfte mobilisieren. Und so war nicht zu sehen, dass beide Mannschaften mit einigen angeschlagenen Akteuren angetreten waren.

Die Gäste fanden schneller in die Partie, spielten erfrischend und beweglich auf. So führten sie, gestützt auf ihren stark haltenden Torwart Jonas Ißleib, nach zehn Minuten mit 7:3. Das ließ TGR-Trainer Frank Hofmann seine erste Auszeit nehmen.

Sein Team wirkte pomadig im Aufbau und fand nicht die geeigneten Mittel, um die offensive Deckung der Gäste auszuspielen. Immer wieder konnte das Team von WHO-Trainer Jörg Fischer durch starke Abwehraktionen oder Ißleibs Paraden Gegenstöße starten und die auch erfolgreich abschließen.

In Hälfte eins musste sich die TGR jedes ihrer Tore hart erarbeiten, während der Gegner es schaffte, immer wieder seinen überragenden Außen Simon Streckhardt freizuspielen. Ihm gelangen schon vor der Pause satte sieben Treffer.

Die Begegnung schien beim Seitenwechsel angesichts des 13:20 gegen die Rotenburger entschieden zu sein. Die Gäste spielten einfach zu sicher und zugleich flexibel auf.

Mut nicht verloren 

Doch die Hausherren hatte der Mut noch nicht verlassen. Sie entdeckten nun ihr Kämpferherz wieder. Tor um Tor holten sie auf. Ihr Keeper Florian Schmidt trumpfte nun groß auf und brachte die WHO-Schützen schier zur Verzweiflung.

Zu allem Überfluss leisteten sich die Werrataler einige Undiszipliniertheiten und dezimierten sich so selbst. Wie gelähmt ließen sie die Rotenburger gewähren. Stück für Stück ließen sie das Bild ihrer Spielkunst aus der ersten Halbzeit zerbröseln.

In der 47. Minute war mit dem 23:24 der Anschluss geschafft. Und als Geburtstagskind Stefan Sangmeister einen Gegenstoß per Heber zum 28:28 abschloss, bebte die Halle.

Lediglich André Witzel, der sechs seiner sieben Treffer in den letzten 13 Minuten erzielte, hielt die WHO im Spiel. Eine nicht gewährte Auszeit für die TGR II führte dann zu einem Bruch beim Gastgeber. Die Unparteiischen hatten auf den Pfiff vom Zeitnehmertisch nicht reagiert. Die WHO blieb davon unbeeindruckt und legte im Stile einer Spitzenmannschaft die nötigen Tore nach. Am Ende landete sie einen - wegen ihrer überragenden ersten Halbzeit - verdienten Sieg.

Von Tomas Pankiewicz

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