Aufbäumen des Spitzenreiters

Sie sorgte mit ihren fünf Treffern für einen der wenigen Lichtblicke: Jenny Werners Tore konnten aber auch nicht verhindern, dass die FSG Waldhessen das Gipfeltreffen verlor. Foto: Walger

Ostheim. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen enttäuschen bei ihrer knappen Niederlage im Spitzenspiel.

Mit einer ihrer schwächsten Leistungen in dieser Saison verlor die bis dahin ungeschlagene FSG Waldhessen das Spitzenspiel der Handball-Bezirksoberliga der Frauen. Der TSV Ost-/Mosheim nutzte beim 24:23 (10:8) seinen Heimvorteil und zog nach Punkten mit der FSG gleich.

Die Lage nach dem Gipfel

Die FSG Waldhessen bleibt an der Spitze. Sie weist das bessere Torverhältnis auf und hat - das könnte in der Titelfrage noch entscheidend werden - den besseren direkten Vergleich. Denn im ersten Saisonspiel in Rotenburg bezogen die TSV-Frauen beim 20:27 ihre einzige Niederlage der laufenden Runde.

Die Anfangsphase

Die erste Viertelstunde verlief für beide Teams durchwachsen. Sie leisteten sich zahlreiche Fehler. Der gegenseitige Respekt war nicht zu übersehen. Die FSG Waldhessen verlor sieben Bälle durch Fehlwürfe oder Abspiele, die ihren Adressaten nicht fanden. Nach der schnellen 2:0-Führung der FSG fanden die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel und gingen beim 5:4 (15.) erstmals in Führung.

Die zweite Viertelstunde

Die Zuschauer sahen jetzt statt einer rassigen Spitzenbegegnung ein sehr zähes, tempoarmes Handballspiel. Die FSG war völlig von der Rolle. Ein Patzer jagte den nächsten. Ihr Rückraum agierte druck- und ideenlos, vom schnellen Umschaltspiel war nichts zu sehen. So boten sich kaum klare Chancen.

Der TSV Ost-/Mosheim schaffte es bei seinen langatmigen Angriffen, die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen. Der fehlende Druck in den Reihen der FSG sorgte dafür, dass die Gäste keine wirklichen klaren Chancen erzielen konnten. Mit einem 10:8 ging es in die Pause.

Der Wiederbeginn

Die Halbzeitansprache von FSG-Trainer Jonggi Pasaribu trug keine Früchte. Seine Spielerinnen agierten weiterhin verunsichert. Beim Stand von 13:17 (40.) aus seiner Sicht hatte der FSG-Coach schon wieder Redebedarf und nahm eine Auszeit.

Der Stillstand

Die kurze Unterbrechung bringt den Tabellenführer nicht auf Kurs. Das Spiel verläuft auch zwischen der 40. und 50. Minute nach dem gleichen Muster. Die FSG erzielt nicht genug Tore, um den Abstand zu verkürzen, Nervosität macht sich allmählich in ihren Reihen breit. Der TSV hat keine Mühe, seine seine Vier-Tore-Führung bis zum 21:17 (48.) zu transportieren.

Die Schlussphase

Jonggi Pasaribu will den Hebel umlegen. Beim Stand von 23:18 (53.) stellt er auf eine offensive Deckung um. Dieses Mittel wirkt, kommt aber zu spät. Der FSG gelingt 30 Sekunden vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer. Mit seinem letzten Angriff spielt der TSV die Zeit herunter. Die längst überfällige Entscheidung des Schiedsrichters auf Zeitspiel bleibt auch hier aus.

Das Fazit

„Wir konnten hier mit unserer sehr schlechten Angriffsleistung nicht gewinnen. Ich schätze, dass wir nur 50 Prozent unserer Torchancen genutzt haben“, analysierte Jonggi Pasaribu direkt nach der Partie. Seine FSG kassierte eine absolut verdiente Niederlage. Das Fehlen von Fabienne Eidam machte sich an allen Ecken und Enden bemerkbar. Ohne sie fehlte dem FSG-Rückraum die gewohnte Durchschlagskraft.

FSG: Bähr - Golkowski (1), Werner (5), Drewer (2), Weyrauther, Lusky (8/2), Lehr, Niebuhr (1), Mäusgeier (2/2), Pippert (4).

Von Tomas Pankiewicz

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