Starke Einzelleistungen von Lindenthal und Karges reichen nur zu 24:24-Remis

BSA-Damen kein Team

Knoten geplatzt: Wieder zu gewohnter Torgefährlichkeit zurück fand BSA-Rückraumspielerin Marina Lindenthal (rechts) und warf gegen die HSG Werra sieben Treffer. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Einen unnötigen Punktverlust mussten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der TSG Bad Sooden-Allendorf beim 24:24 (11:7)-Unentschieden im Heimspiel gegen die HSG Werra hinnehmen.

Die Gastgeberinnen begannen stark und zeigten sich vor allem im Angriff gegenüber den zurückliegenden Auftritten vor heimischem Publikum deutlich verbessert. Mit tollem Kombinationsspiel setzten sie den Tabellen-Vorletzten unter Druck und ließen ihn nicht ins Spiel kommen. Besonders bei Marina Lindenthal, die zuletzt das Torewerfen verlernt zu haben schien, platzte der Knoten. Mit drei Treffern in der Anfangsphase hatte sie maßgeblichen Anteil daran, dass ihr Team schnell mit 6:3 in Führung lag.

Warum dann nach zehn Minuten der Faden plötzlich riss, ist völlig unerklärlich. War bis dahin nahezu jeder Wurf ein Treffer, so schien das gegnerische Gehäuse plötzlich wie vernagelt. Weil selbst beste Gelegenheiten nun nicht mehr genutzt wurden und den Kurstädterinnen auch vom Siebenmeterpunkt aus die Nerven versagten, gelang den Gästen ein kleiner Zwischenspurt, der ihnen beim 6:6 (20.) den ersten Ausgleich bescherte.

Danach aber fand zumindest Marina Lindenthal ihre Zielsicherheit wieder und sorgte mit drei weiteren Treffern fast im Alleingang für den 11:7-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel spielte sich eine andere TSG-Rückraumspielerin in den Fokus: Julia Karges. Hatte die Halblinke im ersten Durchgang kein einziges Tor erzielt, avancierte sie nun zur gefährlichsten Werferin ihres Teams. Weil sich aber bei ihren Mitspielerinnen Licht und Schatten die Waage hielten und sie vor dem gegnerischen Tor teils kläglich versagten, wurde es plötzlich immer enger. Und nachdem der gegnerische Trainer fünf Minuten vor Spielende beim Stand von 22:20 für die Gastgeberinnen eine Auszeit genommen hatte, drohte die Partie sogar komplett zu kippen.

Während die HSGerinnen nun mit dem Mut der Verzweiflung das Letzte aus sich herausholten, schien das Nervenkostüm der Schneider-Sieben immer dünner zu werden. Und als dann auch noch Hanna Schley eine unberechtigte Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, wurde es richtig gefährlich. Denn obwohl Julia Karges in dieser Phase ihr Torkonto auf sechs hinaufschraubte, kamen die Gäste immer weiter heran und glichen Sekunden vor Schluss zum 24:24 aus.

Tore TSG Bad Sooden-Allendorf: Schley (3), Krengel (4), Zieß (2), Lindenthal (7/1), Karges (6/1), Scharff (1/1), Vogeley (1). (per)

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