Interview mit Ost-Mosheim-Coach Wojtek Lalek

Coach Lalek über erfolgreiche Hinrunde: „Entwicklung ist überragend“

Jetzt wird wieder in die Hände geklatscht: Ost-Mosheim-Coach Wojtek Lalek, hier zu sehen als Spieler der Herren. Foto: Kasiewicz

Ostheim. In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat der TSV Ost-Mosheim eine unerwartet starke Hinrunde gespielt. Die Hochländerinnen konnten zuletzt den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter, die FSG Waldhessen, schlagen und liegen nun punktgleich auf dem zweiten Tabellenplatz. Zu dieser Entwicklung haben wir TSV-Trainer Wojtek Lalek befragt.

Herr Lalek, wie erklären Sie sich die starken Leistungen?

Wojtek Lalek: Wir haben einen kleinen Kader, sind aber eine große Familie. Jeder steht für den anderen ein. Das macht uns aus. Zudem muss ich mich bei Jan Appelt und Thomas Botte bedanken, die mich stark unterstützen. Wir wussten im August noch nicht einmal, ob wir eine Mannschaft melden. Diese Entwicklung ist überragend.

Sie haben ihren kleinen Kader angesprochen, zudem hatten Sie vor allem zu Beginn der Saison einige Verletzungsprobleme. Wie konnten Sie das kompensieren?

Lalek: Wir haben im Training ein Augenmerk auf die Athletik und Physis gelegt und das zahlt sich jetzt aus. So haben wir trotz unseres kleinen Kaders auch am Ende von engen Spielen noch genug Energie.

Hat Sie eine Spielerin extrem überrascht?

Lalek: Unserer starke Defensive freut mich. Vor allem der Mittelblock um Janet Jordan und Katha Graf hat sich toll entwickelt und ist ein großer Rückhalt. In der Offensive begeistert mich die Entwicklung von Katrin Bindszus, die sehr mannschaftsdienlich spielt.

Ihr Team stellt die beste Abwehr der Liga. Ist dies das Geheimnis ihres Erfolges?

Lalek: Auf jeden Fall. Dort kommt unsere große Geschlossenheit am meisten zur Geltung. Jeder hilft dem anderen und Melanie Mehnert im Tor gibt uns auch immer wieder Energie.

Haben sich ihre Ambitionen verändert?

Lalek: Nein. Wir haben noch zehn schwere Spiele. Die Leistungsexplosion der Mädels kam früher als gedacht und das Übergangsjahr hat sich erledigt. Aber wir wollen gar nicht so weit nach oben schauen. Zudem hat sich jetzt Janet Jordan verletzt und wird länger fehlen. Das wird schwer zu kompensieren.

Wo liegt nun ihr Hauptaugenmerk für die Rückrunde? Was müssen Sie noch verbessern, um weiter erfolgreich zu sein?

Lalek: Unser Angriffsspiel muss sich verbessern, vor allem der Abschluss. Wir lassen unheimlich viele Chancen liegen, dadurch werden viele Spiele um einiges enger als sie es eigentlich müssten. Zudem würde ich gerne aus dieser Achterbahn innerhalb eines Spiels ausbrechen. Wir müssen viel konstanter spielen und nicht immer den Spielbeginn oder den Wiederanpfiff verschlafen. Wir haben also noch viel zu tun.

Von Moritz Minhöfer

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