BSA-Handballerinnen geben die Rote Laterne ab und hoffen auf den Klassenerhalt

Freudentränen nach dem 19:17

Erlösender Jubel: In den Armen liegen sich die beiden BSA-Spielerinnen Franziska Krengel und Franziska Wehr (Nr 12) nach dem ganz wichtigen Sieg. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Samstagnachmittag, kurz vor 18 Uhr: In der Eilse-Sporthalle brechen gerade alle Dämme. Während sich Spielerinnen und Trainer des Handball-Bezirksoberligsten TSG Bad Sooden-Allendorf nach dem 19:17 (8:6)-Sieg über die HSG Werra WHO 09 in den Armen liegen, werden sie von den rund 80 Fans auf der Tribüne lautstark gefeiert. Den Kurstädterinnen ist die Erleichterung deutlich anzumerken, gleich mehreren von ihnen laufen Freudentränen übers Gesicht. Kein Wunder, könnte dieser Sieg für das Team von Trainer Wolfgang Schneider doch den Klassenerhalt bedeuten.

Es war ganz sicher kein gutes Spiel, das die Zuschauer da zu sehen bekamen. Das war angesichts der brisanten Ausgangssituation aber auch nicht zu erwarten. Gerade mal ein Pünktchen trennte die beiden in der Tabelle bereits ziemlich abgeschlagenen Kontrahenten.

Und beide waren sich bewusst, dass der Verlierer nicht nur die Rote Laterne in den Händen halten, sondern auch einen Riesenschritt in Richtung Abstieg machen würde. Um die Gastgeberinnen gar nicht erst ins Spiel finden zu lassen, suchte die HSG ihr Glück darin, die Kreise von BSA-Haupttorschützin Marina Lindenthal von Beginn an mit einer kurzen Deckung zu stören. Und das zeigte zunächst auch Wirkung. Während die Kurstädterinnen hinten kompakt standen und mit Anna Schubert einen sicheren Rückhalt hatten (die Torhüterin parierte 17 Bälle), taten sie sich im Angriff wieder einmal ziemlich schwer und überboten sich förmlich im Auslassen guter Gelegenheiten. Weit mehr als 20 Fehlversuche während des Spielverlaufs sprechen eine klare Sprache.

Zu ihrem Glück gelang es der angeschlagen ins Spiel gegangenen Lindenthal jedoch immer wieder, ihrer Bewacherin Jaqueline Herbig zu entwischen. Mit neun Toren (davon drei Siebenmeter) hatte sie entscheidenden Anteil am Erfolg ihrer Mannschaft. Und auch wenn es am Ende trotz einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung (16:11/52.) noch einmal ziemlich eng wurde, war der Sieg am Ende verdient.

„Dieser Sieg war immens wichtig“, freute sich Wolfgang Schneider nach dem Schlusspfiff, um dann aber sofort wieder auf die Euphoriebremse zu treten. „Bei noch vier ausstehenden kann noch viel passieren, da bedeutet ein Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz gar nichts.“

Tore TSG: Zieß (2), Lindenthal (9/3), Riehm (5), Rademacher (1), Vogeley (2). (per)

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