FSG-Waldhessen-Coach Pasaribu will gegen TV Hersfeld gute Leistung sehen

Ihre sportliche Vergangenheit liegt beim TV Hersfeld: Morgen trifft Fabienne Eidam mit der FSG auf ihren Ex-Klub. Foto: Walger

Rotenburg. „Ich bin ein Derby-Typ", sagt Jonggi Pasaribu über sich, „ich bin für Derbys immer zu begeistern."

Und deshalb freut sich der Trainer der FSG Waldhessen auch auf Samstag. Denn dann steht ab 15.30 Uhr für sein Team gegen den TV Hersfeld das Kreisduell in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen an.

Als makelloser Spitzenreiter ist die FSG mit 20:0 Punkten gegen den TVH (11:9) in der Rotenburger Großsporthalle klar favorisiert. Dieser Rolle sollen die Gastgeberinnen auch gerecht werden, fordert Jonggi Pasaribu. „Ich will, dass wir klarstellen, dass wir zurzeit auf einem höheren Niveau spielen als der TV Hersfeld.“

Vollmundige Aussagen

Ihm waren vor der Saison aus Hersfelder Richtung einige vollmundige Aussagen zu Ohren gekommen, in denen die Kräfteverhältnisse anders dargestellt wurden. Die Tabelle zeigt ein deutlich anderes Bild. Und der direkte Vergleich soll nun ebenfalls unterstreichen, dass die FSG die Nummer eins des Kreises im Frauenhandball ist.

Pasaribu möchte von seinen Spielerinnen aber nicht nur einen Sieg sehen, sondern auch „eine richtig gute Leistung“. Trotz der durchweg positiven Ergebnisse hat ihn seine FSG in den vergangenen Partien über weite Strecken gar nicht überzeugt.

Gegen den Ex-Klub

Dass Jonggi Pasaribu vor vier Jahren noch das Trikot der TVH-Männer getragen hat, erhöht für ihn die Brisanz des anstehenden Derbys nicht. Eine Vergangenheit beim TV Hersfeld haben übrigens auch vier Handballerinnen, die jetzt im Kader der FSG Waldhessen stehen: Laura Weidemann, Johanna Drewer, Fabienne Eidam und Vanessa Lehr.

Über das aktuelle Team des TVH sagt Jonggi Pasaribu: „Das hat Licht und Schatten. An guten Tagen ist es bestimmt dazu in der Lage, zumindest über eine gewisse Distanz mit uns mitzuhalten.

Neben den Dauerverletzten Laura Weidemann und Anna-Lena Geyer könnte auch Bianca Bähr weiterhin ausfallen. Ihr lädierter Kiefer wird noch einmal untersucht. Pasaribu hofft, dass seine Keeperin grünes Licht vom Arzt bekommt. Falls nicht, wird Elisabeth Pippert wieder im Kasten stehen.

Seit Wochen stehen die Handballerinnen des TV Hersfeld auf dem sechsten Rang der Bezirksoberliga. Doch Kontinuität sieht anders aus als die jüngsten Resultate der Mannschaft von Trainer Hartmut Nuhn: 22:25 in Bad Sooden-Allendorf, 21:27 gegen Reichensachsen, 20:20 in Grebenhain - kein Siegesjubel in den vergangenen Wochen.

Und wenn Trainer Hartmut Nuhn über das Derby spricht, dann lässt er durchblicken, dass er auch für das Wochenende nicht unbedingt einen solchen erwartet.

„Die FSG ist ganz klarer Favorit“, erklärt er. „Diese Klasse können wir derzeit nicht bieten. Unsere Mannschaft ist zurzeit einfach nicht auf der Höhe.“ Vor allem Verletzungssorgen plagen die Hersfelder. Neben Anna-Lena Hoffelner fehlt auch Christin Holzhauer weiterhin.

Der Ausfall der gefährlichsten Werferin ist es, der Nuhn am stärksten Kopfzerbrechen bereitet. Auch vergleicht er den Rückraum seines Teams mit dem der FSG. „Da haben wir nichts Vergleichbares“, sagt er respektvoll.

Die Niederlage gegen Bad Sooden-Allendorf aus der Vorwoche bezeichnet Nuhn als „unglücklich“, mit dem Remis gegen Grebenhain war er „eigentlich zufrieden“. Doch das Derby beim Tabellenführer kommt für ihn zur Unzeit.

Von Thomas Walger und Rainer Henkel

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