BSA-Handballerinnen lassen nur 14 Tore zu, verlieren aber gegen Ost-Mosheim

Hinten hui, aber vorne pfui

Großer Einsatz: Unsanft gestoppt wird die dreifache Torschützin Sabrina Zieß von der TSG Bad Sooden-Allendorf (links) in dieser Szene von der Ost-Mosheimerin Merle Bücker. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen mussten sich die Bezirksoberliga-Handballerinnen der TSG Bad Sooden-Allendorf in eigener Halle knapp geschlagen geben. Nach dem 18:22 gegen Spitzenreiter Wollrode vor einer Woche unterlag das Schlusslicht nun dem Tabellenfünften TSV Ost-Mosheim mit 13:14 (6:8) und verpasste damit die Gelegenheit, den Abstand auf die Nicht-Abstiegszone zu verkürzen.

Hinten hui, vorne pfui. Mit diesen wenigen Worten lässt sich die Leistung der Kurstädterinnen auch diesmal wieder umschreiben. Was das Team von Trainer Wolfgang Schneider da in der Abwehr ablieferte, war aller Ehren wert. Mit einer glänzend aufgelegten Franziska Wehr im Tor, die den gegnerischen Werferinnen ein ums andere Mal mit hervorragenden Reflexen den Zahn zog, sowie einem wie schon gegen Wollrode konsequent zupackenden Abwehrverbund brachten die Gastgeberinnen die klar favorisierten Ost-Mosheimerinnen 60 Minuten lang an den Rand der Verzweiflung. „Wenn du so gut verteidigst und nur 14 Gegentore zulässt, dann gewinnst du ein Spiel normalerweise auch“, meinte Wolfgang Schneider.

Aber eben nur normalerweise! Dazu ist es dann nämlich nötig, vorne zumindest einen Treffer mehr zu erzielen als der Gegner. Und genau daran haperte es am Samstag bei der TSG. Was da an Fehlwürfen und unnötigen Ballverlusten im Angriff fabriziert wurde, war aus Sicht der knapp 100 Zuschauer kaum mehr zu ertragen.

Hauptgrund war sicher, dass Haupttorschützin Marina Lindenthal volle 60 Minuten durch eine kurze Deckung komplett aus dem Spiel genommen wurde und es gerade mal auf drei Treffer (darunter ein Siebenmeter) brachte. Der Rest der Mannschaft verstand es dabei nicht, die sich dadurch bietenden Räume zu nutzen und selbst für Torgefahr zu sorgen. Xenia Riehm, mit fünf Treffern beste BSA-Werferin, benötigte dafür viel zu viele Würfe. Ansonsten scheiterten die Versuche der Gastgeberinnen oft schon im Ansatz oder wurden zur leichten Beute der beiden Gäste-Torhüterinnen.

Am Ende einer schwachen und insgesamt enttäuschenden Partie wollte Wolfgang Schneider die Schuld für die Niederlage nicht allein bei seiner Mannschaft suchen. Für ihn spielte auch der Schiedsrichter eine große Rolle. „Mit seiner Art, vergleichbare Situationen völlig unterschiedlich auszulegen, hat er uns in wichtigen Phasen benachteiligt und meine Spielerinnen so zusätzlich verunsichert“, schimpfte er. Ein Vorwurf, den sich der Unparteiische in der Tat gefallen lassen muss. Für ihre katastrophale Angriffsleistung jedoch müssen sich die Kurstädterinnen definitiv an die eigene Nase fassen.

TSG-Tore: Lindenthal (3/1), Riehm (5), Zieß (3), Scharff (1/1), Vogeley (1). (per)

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