Handball-Bezirksoberliga Frauen: Erster BSA-Heimsieg trotz schwacher Angriffsleistung

Katastrophe mit Happy End

Mit Ach und Krach zum ersten Heimsieg: Die TSG Bad Sooden-Allendorf um Trainer Wolfgang Schneider. Foto: Schröter

Bad Sooden-Allendorf. Nichts für schwache Nerven war das, was die Bezirksoberliga-Handballerinnen der TSG Bad Sooden-Allendorf am Samstag im Heimspiel gegen Schlusslicht Hünfelder SV ihren Fans präsentierten. Am Ende eines spannenden, aber ganz schwachen Handballspiels durfte sich das Team von Trainer Wolfgang Schneider aber zumindest über einen 13:12 (8:6)-Sieg und damit den ersten Dreier in eigener Halle freuen.

„Das war eine Katastrophe mit Happy End“, befand Schneider, dem nach dem Schlusspfiff nicht nur ein Stein, sondern ein ganzer Felsbrocken vom Herzen zu fallen schien. Immerhin waren seine Mädels als klare Favoriten ins Rennen gegangen, nachdem die Hünfelderinnen in den ersten beiden Saisonspielen zwei Niederlagen mit zusammen 17:57 Toren (!) kassiert hatten.

Harmloses Gäste-Team

Dieser Favoritenrolle konnten die Badestädterinnen aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels auch nur ansatzweise gerecht werden. Zwar stand die Verteidigung einigermaßen sicher, auch wenn die harmlosen Gäste nahezu ausschließlich vom Kreis und über die Außen gefährlich waren und von dort aus auch beinahe alle Tore erzielten. Was die TSG aber im Angriff ablieferte, war tatsächlich eine einzige Katastrophe. Anstatt Ball und Gegner laufen zu lassen und geduldig auf die sich bietenden Lücken zu warten, wurde immer wieder überhastet geworfen. Dabei überboten sich die Gastgeberinnen aber gegenseitig mit ihren Fehlversuchen. Blieb ein Ball einmal nicht in der gegnerischen Mauer hängen oder verfehlte nicht das Tor, dann wurde er meist zur sicheren Beute von SV-Torhüterin Leonie Melzer, der mit Abstand besten Spielerin auf dem Platz. Ganz schlimm erwischte es TSG-Rückraumspielerin Marina Lindenthal, die lediglich in der 4. Minute zum 1:0 traf (im Nachwurf, nachdem sie mit einem Siebenmeter zunächst am Melzer gescheitert war) und die sich nach etlichen Fehlversuchen in der 50. Minute völlig entnervt selbst auswechseln ließ.

Dass es am Ende trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands (11:12 nach 53 Minuten) doch noch zum knappen Sieg für die Schneider-Sieben reichte, lag zum einen an Routinier Sonja Werner, die in der Schlussphase auf der Mittelposition im Rückraum etwas Ruhe ins Spiel brachte, zum anderen an den beiden Neuzugängen Julia Karges und Kim Rademacher, die die Nerven behielten und mit ihren Toren für das Happy End sorgten.

TSG-Tore: Zieß 4, Lindenthal 1, Karges 4, Rademacher 1, Vogeley 3/2. (per)

Von Per Schröter

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