Handball-Bezirksoberliga: Werra WHO leistet FSG Waldhessen zunächst Widerstand

Von Konterflut überrollt

Gleich schlägt es wieder ein im Kasten der HSG Werra WHO: Jenny Werner läuft hier einen der zahlreichen Konter und ist ihren Gegnerinnen Tanja Langheld (links) sowie Stefanie Krestel enteilt. Foto: Walger

Rotenburg. Die FSG Waldhessen setzte ihren Siegeszug in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen fort und rangiert nach dem Heimerfolg gegen Aufsteiger HSG Werra WHO 09 weiterhin ohne Niederlage an der Tabellenspitze. Das Team von Trainer Jonggi Pasaribu setzte sich mit 38:21 (13:13) gegen den Kreisrivalen um Coach Sebastian Jaschinski durch.

Die zirka 100 Zuschauer in der Rotenburger Großsporthalle erlebten bis zum 6:6 (12.) eine ausgeglichene Anfangsphase. Und danach trauten sie ihren Augen kaum. Denn angetrieben von ihrer sicheren Rückraumschützin Stefanie Krestel, der im ersten Durchgang sieben Treffer gelangen, setzte sich Außenseiter Werra WHO bis zur 23. Minute auf 12:7 ab. Gekonnt und gelassen ließen die Gäste den Ball durch ihre Reihen laufen und taten in fast jeder Situation das Richtige. Zur Not übernahm eben Krestel die Verantwortung im Abschluss.

Sebastian Jaschinksi sagte später dazu: „Das war eine starke erste Halbzeit von uns. Was wir da gemacht haben, hat mir gut gefallen.“

Auf der anderen Seite blieb der Favorit komplett unter seinen Möglichkeiten. Unentschlossen in der Abwehr und mit vielen Abspielfehlern im Angriff lud er den Gegner zum Torewerfen ein.

Eine von der WHO genommene Auszeit in der 24. Minute nutzte dann Jonggi Pasaribu für die FSG Waldhessen zu einer entscheidenden Veränderung. Er baute seine Abwehr um und ließ fortan Eva Golkowski und Jenny Werner als Indianer vorgezogen decken. „Als die Rotenburger auf 4:2 umgestellt hatten, mussten wir uns mehr bewegen, da wurde es für uns schwieriger“, befand Sebastian Jaschinski. Nun kam auch Krestel nicht mehr so zum Zug wie zuvor.

Zielstrebige Aktionen

Dafür lief der Ball bei der FSG, wie man es von Lusky, Pippert & Co. eigentlich gewohnt ist. Durch zielstrebige Aktionen holten sie Tor umd Tor auf. Beim Stand von 13:13 wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Hälfte geriet der FSG Waldhessen zu einer ‘Demonstration ihrer Stärke. Den WHO-Spielerinnen schwanden die Kräfte. Ihre Gegnerinnen aber waren hellwach, landeten immer wieder Ballgewinne in der Abwehr und liefen einen erfolgreichen Konter nach dem anderen. Seinem Team, so WHO-Trainer Sebastian Jaschinski, sei es nicht gelungen, das Tempo zu drosseln und so die Flut der Gegentreffer eizudämmen. Dazu fehle seinen jungen Kräften einfach noch die nötige Erfahrung, zeigte er Verständnis.

Das Fazit von Waldhessen-Coach Jonggi Pasaribu, dem der erste Durchgang missfallen hatte, fiel wie folgt aus: „Ich bin heute überhaupt nicht zufrieden. Wir haben eine sehr schwache erste und eine zweite Halbzeit in Normalform gespielt. Allerdings muss man die zweite Hälfte auch erstmmal mit 17 Toren gewinnen.“

FSG Waldhessen: Bähr - Golkowski (5), Werner (6), Eidam (2), Drewer (3), Weyrauther (2), Lusky (15/8), Lehr, Niebuhr(1 ), Mäusgeier (4), Pippert

HSG Werra WHO: Löffler, Leinhos - Langheld (1), Claus (1), Trender (4), Herbig (1), Rosier, Bettenhausen (1), Heinz (2), Krestel (10/3), Eichhorn (1)

Von Tomas Pankiewicz

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