TV Flieden in Rotenburg zu Gast

Torhüterin Bianca Bähr fehlt der FSG Waldhessen im Heimspiel

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Würde auch gern mal Tore verhindern: FSG-Feldspielerin Marina Weyrauther.

Rotenburg. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen genießen am Samstag erneut Heimrecht.

Der Spitzenreiter empfängt um 15.30 Uhr den abstiegsgefährdeten TV Flieden in der Rotenburger Großsporthalle.

18:0 Punkte hat das Team von FSG-Trainer Jonggi Pasaribu bereits auf seinem Konto verbucht. Diese Erfolgsbilanz soll gegen den Neunten der Tabelle natürlich ausgebaut werden. Daran lässt der FSG-Coach keinen Zweifel.

Allerdings sagt er auch: „So schlecht können die Fliedenerinnen nicht sein.“ Damit spielt er auf die Tordifferenz des kommenden Gegner an, die bei nur -7 (206:213) liegt - und das bei 4:14 Punkten. Viele Niederlagen des TV sind eben eher knapp ausgefallen. Auswärts hat das Team bislang aber noch keine Bäume ausgerissen. Dreimal ist sie in fremden Hallen angetreten und stets leer ausgegangen.

„Wie jede Mannschaft aus dem Königreich sind auch die Frauen sehr unangenehm zu spielen“, sagt Jonggi Pasaribu (warum die Gemeinde Flieden den Zusatz Königreich trägt, erklären wir im Artikel rechts). Er erwartet einen körperbetont agierenden TV, der nie aufsteckt.

Ein Problem haben die Gastgeberinnen diesmal auf der Torwartposition. Laura Weidemann ist ohnehin langzeitverletzt, und jetzt fällt auch noch Bianca Bähr aus. Sie hat sich im Training den Kiefer gestaucht.

Neben einer Keeperin der FSG-Reserve kämen als Alternative auch zwei Feldspielerinnen aus Pasaribus Kader als Ersatz in Frage. Zum Beispiel Marina Weyrauther, der es offenbar Spaß machen würde, mal zwischen den Pfosten zu stehen. „Sie hat sich jedenfalls schon häufiger angeboten“, berichtet ihr Coach.

Aufdrängen würde sich jedoch, Elisabeth Pippert in den Kasten zu stellen. Sie hat zwar seit fünf Jahren keine Bälle mehr halten müssen, früher war das aber ihr Job im Handball. Selbst in der 2. Bundesliga kam sie bei der SG Kirchhof als Torhüterin zum Einsatz. „Sie würde mir aber in der Abwehr sehr fehlen“, sagt Jonggi Pasaribu.

Aber wen auch immer er letztlich ins Tor beordern wird - die Veränderung könnte die Sinne der anderen Spielerinnen schärfen. Zumindest hofft ihr Coach, dass sie von Anfang an „mit größerer Ernsthaftigkeit“ als zuletzt zu Werke gehen - und wenigstens in den 60 Spielminuten auch noch nicht an das reizvolle Derby gegen den TV Hersfeld eine Woche später an gleicher Stätte denken werden.

Blick aufs Verfolgerduell

Erledigt die FSG am Samstag ihre Hausaufgaben, dann kann sie tags darauf in aller Ruhe auf ihre beiden Verfolger schauen. Der SV Reichensachsen empfängt den TSV Ost-/Mosheim. Beide haben jeweils erst zwei Minuspunkte. Jonggi Pasaribu wäre ein Unentschieden der Rivalen am liebsten. „Aber auch so haben wir im Moment ja alles selber in der Hand“, sagt er.

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