Handball-Bezirksoberliga: Siege für Who und FSG, aber nur ein zufriedener Trainer

„Zwei ganz wichtige Punkte“

Sie hielt den knappen Sieg im Kellerderby für ihre HSG Werra WHO fest: Torfrau Nicole Leinhos, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte. Foto: Walger

Rotenburg. Zehn Spiele, zehn Siege - eigentlich müsste Jonggi Pasaribu, der Trainer der Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen, doch restlos zufrieden sein. Ist er aber nicht. WHO-Coach Sebastian Jaschinski hatte dagegen mehr Grund zur Freude.

FSG Waldhessen - TV Flieden (32:23 (17:12). Wie schon zuletzt verbreitete der Landesliga-Absteiger trotz des klaren Ergebnisses keinen Glanz. „Positiv waren nur die beiden Punkte“, kritisierte Trainer Jonggi Pasaribu. Die meisten Siege fielen seinen Spielerinnen förmlich in den Schoß, stellte er fest, die Gegnerinnen würden sie kaum fordern. Deshalb gelänge es dem Spitzenreiter auch nicht, 60 Minuten auf hohem Niveau zu agieren. Das bremse das Team in seiner spielerischen Entwicklung.

„Im Moment stecken wir ein bisschen in einer Sinnkrise“, sagt Jonggi Pasaribu, „wir rufen abgrundtief schlechte Leistungen ab.“ Auch gegen Flieden leistete sich der Titelfavorit zahlreiche Schwächen im Abschluss. Fliedens Torfrau zeigte zudem ein gutes Stellungsspiel und stand einige Male goldrichtig bei Würfen.

„Ich bin schon fast an dem Punkt angekommen, dass ich mir wünsche, dass wir mal verlieren. Vielleicht hilft ja ein Schuss vor den Bug. Bisher haben wir höchstens ein paar Rempler abbekommen“, sagt der Coach der FSG Waldhessen.

Auch seine Spielerinnen seien nach solchen Auftritten wie dem gegen Flieden unzufrieden. Lautstark ärgerte sich einige Male schon während der Partie Elisabeth Pippert über sich selbst. Die ehemalige Zweitliga-Torfrau hatte die verletzungsbedingte Lücke zwischen den Pfosten geschlossen. „Ihr sind ein paar einfache Dinger reingerutscht“, berichtet Jonggi Pasaribu, „aber das ist ihrer mangelnden Spielpraxis zuzuschreiben.“ Mehrere Jahre hatte Elisabeth Pippert bis zum Samstag kein Tor mehr gehütet. Dass sie das mal richtig gut konnte, hat sie gegen Flieden mit einigen wirklich tollen Paraden allerdings eindrucksvoll angedeutet.

An ihr lag es jedenfalls nicht, dass Jonggi Pasaribu mal wieder enttäuscht eine Spielstätte verließ - und das trotz einer Bilanz von 20:0 Punkten. (twa)

FSG Waldhessen: Pippert - Golkowski (4), Werner (4), Eidam (4/1), Drewer (4), Weyrauther (3), Lusky (12/3), Mäusgeier (1), Leer, Niebuhr.

HSG Werra WHO - Hünfelder SV 21:20 (11:10). Gegen den punktlosen Tabellenletzten mussten die Gastgeberinnen mehr kämpfen, als ihnen lieb sein konnte. „Es war kein gutes Spiel von uns, aber wir haben letztlich verdient gewonnen und zwei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geholt“, berichtete WHO-Trainer Sebastian Jaschinski.

Sonderlob spendete er für Lisa-Marie Trender, die ebenso wie Stefanie Krestel sieben Treffer markierte, sowie für Torfrau Nicole Leinhos. Letztere entschärfte gleich drei Siebenmeter und einige freie Würfe der Hünfelderinnen.

Die WHO führte Mitte der zweiten Halbzeit schon mit 17:13, ließ die Gäste aber noch einmal herankommen. Jaschinski: „Wir haben es aber letztlich gut zu Ende gespielt.“ (häx)

Tore für die WHO: Künzer 2, Trender 7, Herbig 3, Heinz 2, Kretel 7/2.

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