Harleshausen will Vellmar im Endspiel um Handball-Bezirkspokal Paroli bieten

SVH bittet zum Knüller

Verbissen: Vor dem Harleshäuser Spielmacher Milan Cermak, der im letzten Pokalduell der Nachbarn vor 16 Monaten (Vellmar gewann 30:22) von Andreas bedrängt wird, warnt TSV-Trainer Gunnar Kliesch. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel/Vellmar. Es heißt, der Pokal habe seine eigenen Gesetze. Derbys auch. Für Hazim Prezic gelten beide Binsenweisheiten nicht, wenn die von ihm trainierten Landesliga-Handballer der SVH Kassel den Oberligisten TSV Vellmar zum Bezirkspokalendspiel empfangen (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Harleshausen).

Zu gut bekannt seien sich die Nachbarn, und die Gäste, wiewohl eine Klasse höher spielend, aus mehreren Gründen nicht eindeutiger Favorit. „Wir haben daheim in dieser Saison noch kein Spiel verloren und können in vielerlei Hinsicht Paroli bieten“, glaubt Prezic, der die Schwere der Aufgabe nicht verkennt: „Der TSV spielt in der Oberliga diesmal eine sehr gute Rolle.“

Besonderen Respekt hegt der Trainer vor drei Vellmarern. „Christian Gumula hat ihnen viele Punkte gerettet, Gordan Suton zieht die Fäden und Lance-Phil Stumbaum hat sich prima entwickelt.“

Eine Absage erteilt Prezic Spekulationen über die Bedeutung der Begegnung. „Das hat für uns ähnlich hohen Wert wie der Landesliga-Titel. Es geht ums Prestige, die Halle wird voll sein und es ist ein Finale. Wir nehmen es total ernst.“ Zudem wolle er den Fans ein gutes Spiel liefern und verfolgt praktischen Nutzen: „Das ist eine Gelegenheit zu sehen, wo unsere Grenzen liegen und wie weit wir uns entwickelt haben.“

Prezic hofft, dass der zuletzt fehlende Torhüter Pascal Zügler seine Zerrung rechtzeitig auskuriert hat. Darüber hinaus steht der komplette Kader zur Verfügung.

Auch die Vellmarer gehen entschlossen ins Finale. „Der TSV ist in den letzten Jahren im Pokal oft weit gekommen. Vielleicht klappt das wieder und wir bekommen noch einen attraktiven Gegner“, hofft Trainer Gunnar Kliesch, der wegen eines lange feststehenden Termins fehlt. Vertreten wird er von Frauen-Trainer Andreas Paul.

Wegen einer Grippewelle war eine gezielte Vorbereitung nicht möglich. Dennoch versuchte Kliesch, sein Team auf die SVH-Strategen Milan Cermak und Andrej Doktorovych einzustellen. Auch vor Max Gribner und Florian Heß warnt der Trainer, der eine kampfbetontes Spiel erwartet. Welchen Fehler der TSV unbedingt vermeiden muss? „Wir dürfen gegen die alten Hasen nicht zu früh abschließen, sondern müssen die Deckung auseinander nehmen.“ (wbx)

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