2. Bundesliga: Kirchhof ist auswärts stärker als Rödertal daheim

SG 09 braucht Glanztag

Gefordert: Kirchhofs Jana Pollmer (re.), hier im Hinspiel gegen Jurgita Markeviciute (li.) und Evelina Kalasauskaite. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Im März könnten die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof für eine Vorentscheidung sorgen. Den Grundstein dazu legen, sich für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga zu qualifizieren. Denn der Achtplatzierte (17:21-Punkte) hat es in den kommenden drei Spielen mit den Tabellennachbarn HC Rödertal (17:21, So. 16 Uhr, Radeberg), TV Nellingen (17:21, 8. März) und SV Union Halle-Neustadt zu tun (16:22, 15. März).

„Wenn wir bei Rödertal etwas bewegen wollen, müssen wir einen Glanztag erwischen“, erklärt Gernot Weiss vor dem Duell am Sonntag. Wie stark der Aufsteiger ist, bekamen der SG-Coach und sein Team beim 29:34 im Hinspiel zu spüren. Seitdem haben sich die Rödertalbienen mit teilweise herausragenden Leistungen und einem Lauf von zwischenzeitlich 17:7-Punkten in der Liga etabliert. Nachdem Trainerin Egle Kalinauskaite nach dem 25:24-Coup gegen Dortmund ihren Rücktritt aus privaten und beruflichen Gründen (die 38-Jährige unterrichtet als Lehrerin in Dresden) zum Saisonende erklärte, blieben zuletzt gute Ergebnisse aber aus. Zwar gewann der HC noch mit 28:24 bei Kellerkind Rosengarten-Buchholz, verlor danach aber dreimal in Serie (28:31 gegen Zwickau, 20:32 in Bad Wildungen, 29:32 gegen Neckarsulm).

Unzufrieden zeigte sich Kalinauskaite, die keine Verletzten zu beklagen hat, mit dem Angriff. Dabei ist der Rückraum mit den drei litauischen Shooterinnen Jurgita Markeviciute (140 Treffer), Evelina Kalasauskaite (79) und Egle Alesiunaite (55) eigentlich das Prunkstück im Verbund mit Kreisläuferin Melanie Beckert (72.). „Sie haben die Ruhe und Entspanntheit, die man in der 2. Bundesliga braucht“, sagt Weiss, der zudem HC-Torfrau Karolina Hubald als starken Rückhalt einschätzt.

Spannend wird es auf diesen Position aus Kirchhöfer Sicht, ob Weiss in Radeberg wieder mit Mareike Vogel als Stammrückhalt beginnen wird oder ob sich wie zuletzt beim 27:27-Coup in Celle vornehmlich das immer konstanter werdende Talent Karina Morf beweisen darf. Davor hoffen die Grün-Weißen, dass im Mittelblock Manja Görl, Jana Pollmer und Cristina Mihai wieder so knallhart wie in der 6:0-Deckung in Celle arbeiten und sich das Team erneut als Einheit präsentiert. „Ich habe das Gefühl, dass wir enger zusammen gerückt sind“, sagt Weiss und setzt zudem auf die Auswärtsstärke seiner Grün-Weißen: Mit 11:7-Punkten aus der Fremde holte Kirchhof nämlich auswärts mehr Punkte als Rödertal daheim (10:10).

Von Sebastian Schmidt

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