Erst Titelfreuden und dann Ernüchterung

+
Meisterfreuden: Die weibliche C-Jugend der HSG Baunatal mit Paulina Kauffeld (hintere Reihe von links), Paul a Ritter, Antonia Icke, Julia Nierle, Trainer Janik Richter und Jessika Klinke, Anna Sophie Heilmann, Kyra Schmidt, Louisa Mausehund. Vordere Reihe von links: Jule Hertha, Jana Hoffmann, Melina Hahn, Betreuerin Sabine Kauffeld, Letizia Trombello, Lena Schmidt und Charlotte Mihr. Es fehlt Mia Grauer. 

Corona stoppt weitere Aktivitäten der Nachwuchs-Handballerinnen

Sie sind Meister. Vorzeitiges Saisonende hin oder her. Denn die weibliche C-Jugend der HSG Baunatal stand schon nach dem vorletzten Spieltag und ihrem Sieg in Twistetal als Titelträger der Handball-Oberliga Nord fest. Trotzdem ist die Freude nicht ganz ungetrübt.

Eigentlich wollte die HSG demnächst zum Final Four um die Hessenmeisterschaft antreten. „Ich bin extrem enttäuscht, dass das jetzt unmöglich ist. Wie oft hat man schon die Chance, an einem solchen Höhepunkt teilzunehmen?“, fragt Janik Richter, der mit der ebenfalls erst 22-jährigen Jessica Klinke das junge Trainergespann bildete. Eine solche Endrunde gibt es nur in der C-Jugend, nicht aber in B- und A-Jugend.

Klinke bedauert die Absage genauso: „Oberstes Ziel war nun mal die Hessenmeisterschaft. Daher tut das sehr weh, wir haben lange darauf hingearbeitet.“ Und Richter ergänzt: „Ich bin von der Finalteilnahme ausgegangen. Dort wären die Chancen dann wohl 50:50 gewesen.“

Dass die HSG eine gute Rolle spielen könnte, war bereits vor der Saison klar. „Wir wussten, dass wir eine Reihe sehr gute Einzelspielerinnen haben würden. Wir wussten aber nicht, dass wir es auch als Team so gut hinbekommen würden“, sagt Klinke. „Und als wir am vierten Spieltag bei Biber/Heuchelheim gewannen, wussten wir, dass wir zum Final Four wollen.“

Was nun leider nicht klappt. Schade auch deshalb, weil dem Hessenmeister das Wahlrecht für die kommende Saison zusteht. „Wir hätten aussuchen können, ob wir in der Oberliga B oder C antreten“, sagt Richter.

Als Höhepunkt der Saison bezeichnet Klinke das vorentscheidende Rückspiel gegen Hauptkonkurrent Bieber/Heuchelheim im Februar. „Wir haben gewonnen, und es waren eine Menge Zuschauer in der Halle. Das war Gänsehautfeeling für alle.“ Tiefpunkt, falls man überhaupt von einem solchen sprechen kann, sei die unerwartete einzige Niederlage in Bruchköbel gewesen. „Aber da haben viele Spielerinnen gefehlt“, sagt Richter.

Wie es in Zeiten des Coronavirus weitergeht, steht auch für die Baunatalerinnen in den Sternen. „DIe Mädels würden unheimlich gern trainieren, wenn sie dürften. Aber laut Vorgabe der Stadt sollen wir das Training für drei Wochen einstellen, dann kommt eine neue Vorgabe. Jetzt fragen die Mädchen uns schon nach Trainingsplänen“, erklärt Klinke, die anders als Richter wegen ihres Referendariats künftig nicht mehr als Trainerin zur Verfügung steht.

Ausfallen musste auch die Meisterfeier. Sie hätte vorgestern nach dem letzten Spiel stattfinden sollen. „Schade, aber sie ist nur verschoben und wird bestimmt nachgeholt“, verspricht Klinke. Wann auch immer es dann sein mag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.