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Coach Kauffeld fordert mehr Esprit: Gensungen/Felsberg muss Minden II besiegen

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Von: Sebastian Schmidt

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Seine Erfahrung soll der ESG helfen: Carlos Prieto, hier rechts bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen Eider Hardes Hannes Glindemann (am Ball) unterstützt von Jannis Kothe.
Seine Erfahrung soll der ESG helfen: Carlos Prieto, hier rechts bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen Eider Hardes Hannes Glindemann (am Ball) unterstützt von Jannis Kothe. © Pressebilder Hahn

Es ist das letzte Heimspiel der Saison. Und zugleich auch das Wichtigste. Denn nur mit einem Sieg über den TSV GWD Minden II können die Drittliga-Handballer des ESG Gensungen/Felsberg II ihr Ziel in der Klassenverbleibsrunde II weiterhin aus eigener Kraft packen.

Gensungen – Wohlwissend, dass sie dazu an ihre stärkeren Auswärtsleistungen anknüpfen müssen. Denn in der Fremde holte die ESG fünf ihrer sieben Punkte – verlor hingegen zwei ihrer drei Heimspiele. „Ich bin guter Dinge, dass wir mit mehr Esprit, Leidenschaft und Disziplin auftreten werden“, erklärt Trainer Arnd Kauffeld vor dem Duell mit der Bundesliga-Reserve (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen, live auf Sportdeutschland.tv). Und Kapitän Christoph Koch ergänzt: „Wir werden die Emotionen in die richtigen Bahnen lenken.

Ein großer Faktor wird zudem sein, wer die besseren Schlüsse aus dem Hinspiel gezogen hat. Aus der denkwürdigen Partie in Dankersen, bei der Gensungen bis zur Pause (16:10) brillierte, um sich am Ende mit einem 23:23 begnügen zu müssen. Da hatte die ESG ebenso wie beim jüngsten Heimspiel gegen Eider Harde (28:30) Probleme mit der offensiven Deckung des Gegners. „Untypisch für uns“, betont Kauffeld. Und setzt auf mehr Entschlossenheit und cleverere Bewegungen besonders bei Vince Schmidt und Heinrichs Wachs, deren Fähigkeiten im Eins-gegen-eins den Unterschied ausmachen könnten.

Carlos Prieto schnell integriert

Ein großer Unterschied zum Hinspiel vor gerade einmal 14 Tagen ist die Besetzung am Kreis. Denn weil sich in Dankersen Tom Küllmer (Mittelfußbruch) verletzte und Routinier Kochs beschwerdefreie Rückkehr in den Sternen stand, wurde erst Maik Gerhold (der am Samstag nicht dabei sein wird) und dann auch noch der ehemalige spanische Nationalspieler Carlos Prieto reaktiviert.

„Carlos wird uns mit seinen Block und seiner Ansprache nochmal einen anderen Impuls geben. Vielleicht kann er uns schon 20 Minuten und mal im Angriff helfen“, erklärt Kauffeld. Und auch Koch fühlt sich „besser, wenn so ein guter Typ zur Absicherung da ist.“ Als dritte Option stellt sich Nino Jedinak trotz Schmerzen an der Schulter in den Dienst der Mannschaft, so dass als taktische Variante auch zwei Kreisläufer zeitgleich schuften könnten.

Minden will Klassenerhalt feiern

Mindens Trainer Moritz Schäpsmeier kann die Nachverpflichtung der Edertaler, der mit 42 Jahren doppelt so alt wie jeder GWD-Akteur ist, nachvollziehen: „Die Gesamtsituation ist für alle sehr belastend“, sagt der Ex-Profi mit Blick darauf, dass noch vier Mannschaften den Klassenerhalt feiern können – mit jeder denkbaren Situation. Drum will er sich nicht auf ein „Finale“ gegen Eider Harde verlassen, sondern mit seinem Team in Gensungen punkten, um alles klar zu machen. Dabei hofft er auf einen Einsatz des Halblinken Fynn Hermeling, der seit vier Monaten wegen eines Achillessehnenrisses fehlt. „Wir sind gewarnt und brauchen eine bessere Angriffsleistung als im Hinspiel. Dazu sind einfache Kontertore hilfreich und mehr Tempospiel erforderlich“, sagt Schäpsmeier. (Sebastian Schmidt)

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