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Da waren’s nur noch acht: Kirchhof mit Mini-Kader ins Heimspiel gegen Recklinghausen

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Von: Sebastian Schmidt

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Gibt alles für ihr Team: Kirchhofs Kreisläuferin Paulina Harder.
Gibt alles für ihr Team: Kirchhofs Kreisläuferin Paulina Harder. © Richard Kasiewicz

Rotation ist bei der SG 09 Kirchhof das Gebot der Stunde. Flexibilität erforderlich, um einer schwierigen Situation zu trotzen. Denn den Löwinnen gehen die Spielerinnen aus.

Kirchhof – Nach der Erkrankung von Kapitänin Deborah Spatz und der Verletzung von Marie Sauerwald (Schlüsselbeinbruch) stehen der SG für das Duell mit dem PSV Recklinghausen in der 3. Handball-Liga West (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle) nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung.

Immerhin: Trainer Martin Schwarzwald attestiert den verbliebenen Kräften eine tadellose Einstellung. Etwa Kreisläuferin Paulina Harder als „emotionaler Leader“. Motivierend im Einsatz für ihr Team und bereit, Neuzugang Carlotta Fege vor allem in der Deckung zu entlasten. Dahinter bewies Torfrau Aleksandra Orowicz beim 28:19-Auftaktsieg beim TuS Treudeutsch Lank Extraklasse, parierte 51,72 Prozent der Abschlüsse des Gegners.

Wichtige Rolle für Koltschenko

„Wir brauchen den Wettkampf, um an der Abwehr zu feilen. Vor allem in Unterzahl sind wir noch nicht stabil genug“, erklärt Schwarzwald, aus dessen Sicht Katharina Koltschenko ein Schlüssel werden kann. Die Rückraumspielerin ist wie maßgeschneidert für die Rolle als Spitze in der offensiven Deckung, weil sie „sehr gut antizipiert und sich sehr, sehr schlau verhält.“

Kluge Köpfe sind nun besonders gefragt, weil sich Kirchhof im Vorjahr bereits schwertat gegen Recklinghausen (33:31, 24:24). Das Team aus dem Ruhrgebiet sicherte sich anschließend den Klassenerhalt in der Klassenverbleibsrunde und nahm den Schwung mit. Zwar fehlt Ex-Nationalspielerin Stella Krüger (schwanger und Kreuzbandriss), doch an Assen mangelt es in Recklinghausen nicht. Zurückgekehrt ist Lina Hovenjürgen, die in der vergangenen Saison beim TVB Wuppertal in der 2. Bundesliga spielte. Mit der 1,80 m großen 23-Jährigen und Shooterin Lara Janz, die in der Staffel C mit 151/38-Treffern Zweite der Torschützenliste war, verfügt der PSV über das vielleicht stärkste Duo der Staffel im linken Rückraum.

Wiedersehen mit Andra Lucas

„Letzte Saison waren wir zu linkslastig. Daran arbeiten wir“, sagt Trainer Viktor Dziabel. Und liefert als Beleg das 32:27 zum Auftakt gegen den TB Wülfrath, als gleich elf Spielerinnen trafen. Als Nummer zwölf würde sich an alter Wirkungsstätte nur allzugern Rechtsaußen Andra Lucas empfehlen. „Kirchhof ist zwar der Favorit, aber wir sind selbstbewusst“, sagt Dziabel, der aus 15 Spielerinnen wählen kann. Und somit im Bereich der Rotation ganz andere Möglichkeiten hat als sein Gegenüber. ( Sebastian Schmidt)

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