3. Liga:

Das unverhoffte Gipfeltreffen: SG 09 Kirchhof ist bei Überraschungsteam LiT Tribe gefordert

Ihre Paraden sind gefragt: Sophia Ritter reist mit Kirchhof zum Spitzenspiel bei LiT Tribe.
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Ihre Paraden sind gefragt: Sophia Ritter reist mit Kirchhof zum Spitzenspiel bei LiT Tribe.

Drei Teams haben sich in der 3. Handball-Liga, Staffel C, mit 12:2-Punkten von der Konkurrenz abgesetzt. LiT Tribe, TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst und die SG 09 Kirchhof als heimischer Vertreter.

Minden/Kirchhof – Nicht um einen der beiden Plätze zur Aufstiegsrunde kann Spitzenreiter HSG Blomberg-Lippe II eingreifen, weil Reserve-Teams nicht in der 2. Liga starten dürfen. Entsprechend richtungsweisend ist die Partie zwischen Tribe und Kirchhof am Samstag (18 Uhr, Sporthalle Holzhausen II). Es ist der erste Vergleich beider Vereine.

Geliebtes zweites Hobby bei Strandgeflüster Minden

Denn die Gastgeberinnen aus Ostwestfalen spielten bis 2019 meistens in der Verbandsliga. Dem zweiten Aufstieg nach 2012 in die Oberliga folgte in diesem Jahr der erstmalige Sprung in die 3. Liga. Dafür ließen viele Spielerinnen sogar ihr geliebtes zweites Hobby sausen: Beachhandball. Als Strandgeflüster Minden sind sie auf Sand dreimaliger deutscher Meister und stellten auch schon Nationalspielerinnen. Allerdings nicht in diesem Sommer, in dem Deutschland Europameister wurde – durch ein 2:0 im Endspiel gegen Dänemark um Kirchhofs Spielmacherin Frida Nygaard Ulrichsen.

Auch Tribe-Trainerin Andrea Leiding liebt die Variante auf Sand und wurde 2006 mit Deutschland Europameister. Nun hat sie sich auf die Fahne geschrieben, ihr Team in der Halle als Drittligist zu etablieren. „Wir sind im Soll, denn unser Saisonziel ist der sichere Klassenerhalt. Kirchhof hat da ganz andere Voraussetzungen und muss, wir nicht“, betont Leiding und bereitet ihr Team „ganz entspannt“ auf das unverhoffte Gipfeltreffen vor. Mit einer eingespielten Mannschaft zu der seit 2020 mit Joana, Rahel und Rhea Rodehau auch drei Schwestern zählen.

Torjäger Kaatze ist zurück gegen Kirchhof

„Sie sind bestens organisiert und diszipliniert, zudem auf allen Positionen stark besetzt“, zollt Kirchhofs Trainer Dragos Negovan dem Gegner Respekt, den er beim jüngsten 29:22-Sieg in Fritzlar unter die Lupe nahm. Im Vergleich dazu gesellt sich noch mehr „Leistung im Team“ (LiT) hinzu. Die Halblinke Ann-Cathrin Kaatze nämlich, die wegen einer Blauen Karte gesperrt war und mit 58/25-Treffern ebenso wie Kirchhofs Senkrechstarterin Deborah Spatz (57/16) zu den besten Torjägerinnen der Klasse zählt.

Deswegen stellt Negovan seine Torfrauen Sophia Ritter und Alica Schmicke auf reichlich Wurfkraft aus dem Rückraum, aber auch am Kreis vor, wo „wir ordentlich dagegenhalten müssen.“ Und lässt im eigenen Positionsangriff Lösungen suchen, um die kompakte 6:0-Deckung mit den groß gewachsenen Kaatze und Leonie Woebking zu beschäftigen. Verbunden mit der Hoffnung, sich am Samstagabend einen Vorteil im Dreikampf um die Aufstiegsrunde zu verschaffen. (Sebastian Schmidt)

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