1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Dauerbrenner Otto als Mutmacher der ESG Gensungen/Felsberg

Erstellt:

Von: Sebastian Schmidt

Kommentare

Wollen zusammen bei der ESG Gensungen/Felsberg etwas bewegen: (von links) Co-Trainer Sascha Kurzrock, Neuzugang Hannes Iffert, Torwart-Talent Carl Beck (Zweitspielrecht MT Melsungen) und Trainer Frank Eidam.
Wollen zusammen bei der ESG Gensungen/Felsberg etwas bewegen: (von links) Co-Trainer Sascha Kurzrock, Neuzugang Hannes Iffert, Torwart-Talent Carl Beck (Zweitspielrecht MT Melsungen) und Trainer Frank Eidam. © Pressebilder Hahn

Die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg haben einen Vorteil: Sie sind nach dem bitteren Abstieg aus der 3. Liga (fast) geschlossen zusammen geblieben. Selbst der neue Chefcoach Frank Eidam war zuvor schon als Athletiktrainer Teil des Teams. Doch die Edertaler werden auch mit einem Nachteil starten.

Gensungen/Felsberg – „Die Zusammensetzung der Mannschaft ist noch sehr unruhig, auch wenn wir auf eine riesengroße Basis bauen können. Das wichtigste Thema ist, zeitnah mehr Personal zu haben“, macht Eidam deutlich. Denn beim jüngsten Test (25:30 bei Drittligist TV Gelnhausen) standen dem 39-Jährigen nur acht von zwölf Feldspielern zur Verfügung. Aus denen schnell sieben wurden, weil sich Cornelius Feuring am Knie verletzte. Immerhin kann Eidam hier Entwarnung geben. Der befürchtete Kreuzbandriss hat sich beim MRT-Termin nicht bestätigt. Die Ausfallzeit ist somit ungewiss.

Sicher verpassen wird den Saisonstart am 10. September bei der HSG Hanau II zudem Tom Küllmer. Der Kreisläufer hatte sich im Mai einen Mittelfußbruch zugezogen und muss nach seiner OP noch einen Spezialschuh tragen. Während Linksaußen Nino Jedinak im Urlaub weilt, steht Torwart Lukas Voß (nach Knie-OP) wieder auf der Platte. Bald auch Vince Schmidt. Der so wichtige Rückraumspieler soll nach einem Bänderriss und derzeit individuellen Training am Wochenende voll einsteigen.

Aktuell nur zwei Linkshänder

Schnell zurück ist nach einer kleinen Pause wegen eines Pressschlags Jannis Kothe. Und damit nach der Verletzung von Feuring und dem Abgang von Maxim Schalles zu Zweitligist TV Großwallstadt einer von nur noch zwei verbliebenen Linkshändern. „Das kriegen wir schon hin“, gibt sich der Andere, Jan-Hendrik Otto, optimistisch. Der sich damit angefreundet hat, neben seinem Stammplatz auf Rechtsaußen auch im rechten Rückraum zu helfen. Dann würde der junge Rechtshänder Teja Sonnenschein auf Außen wirbeln.

Flexibilität ist mehr denn je das Gebot der Stunde. So kann Rückkehrer Schmidt auf allen drei Positionen im Rückraum Akzente setzen. Und da weiter machen, wo Heinrich Wachs, Jona Gruber, Hannes Friedrich sowie Kothe begonnen haben. Nämlich Kreisläufer Hannes Iffert in Szene zu setzen. Die Verstärkung von Zweitligist ThSV Eisenach ist daneben im Mittelblock eine „Bereicherung“ (Zitat Eidam) neben Gruber. Auch Kothes Dienste sind hier weiterhin gefragt.

Trainingslager in Pohlheim

Drei Wochen vor Saisonstart kann das Team zeigen, wie weit es trotz aller Widrigkeiten ist. Am Wochenende gilt es im Trainingslager in Pohlheim auch in den Testspielen gegen die Drittligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II (Fr. 19 Uhr) und HSG Pohlheim (Sa. 18 Uhr). Dort werden die Ämter von Kapitän, Kassenwart oder auch Bierfuchs vergeben.

Doch so spannend die Regelung der Nachfolge der Führungsspieler Christoph Koch und Franco Rossel (beide Karriereende) auch ist, so sehr rückt aus Sicht von Jan-Hendrik Otto das „Wir“ in den Vordergrund: „Wir sind alle sehr demokratisch und sehr sozial untereinander. Da darf jeder was sagen“, erklärt der Dauerbrenner (seit 2016 ESG), der am Sonntag 28 Jahre alt wird. Worte, die Frank Eidam als Nachfolger von Arnd Kauffeld nur allzu gern vernehmen wird. (Sebastian Schmidt)

Auch interessant

Kommentare