Oberliga: Keiner will Favorit sein

Derby zwischen TSV Eintracht Böddiger und SV Germania Fritzlar II zum Auftakt

Bereit fürs Derby: Böddigers Fiona Eberhardt (hier am Ball gegen Hoofs Ilka Ritter.
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Bereit fürs Derby: Böddigers Fiona Eberhardt (hier am Ball gegen Hoofs Ilka Ritter.

Mehr geht nicht! Zum Start der pandemiebedingt neustrukturierten Oberliga-Saison treffen die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger und der Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar im Lokalduell aufeinander (17 Uhr, Stadtsporthalle Felsberg).

Felsberg/Fritzlar – Die Derbybilanz ist ausgeglichen. In der Saison 2018/19 zeigten sich beide Seiten heimstark. Fritzlar gewann vor eigenem Publikum souverän 39:33, während die Eintracht im Rückspiel mit 28:24 die Oberhand behielt. Das bessere Saisonende hatten die Felsbergerinnen, die sich auf den letzten Metern den Klassenerhalt sicherten, während die Germania den Gang in die Landesliga antreten mussten.

Böddiger fehlt Erfahrung

Wir haben eine ganz junge Mannschaft. Die Mädels ziehen sehr gut mit, aber uns fehlt einfach noch die Erfahrung und Cleverness“, sagt TSV-Trainerin Rocsana Negovan.

Nur Julia Hasper, Filiz Eren, Antonia Gondermann, Anne Kühlborn, Sina Dieling und Denise Dippel sowie Neuzugang Lisa Springer verfügen über mehrere Jahre Oberliga-Erfahrungen. Für die Talente wie Hanna Theis, Selina Berger, Jasmin Ritter oder Lena Brenzel ist Hessens höchste Spielklasse weitgehend Neuland. Negovan warnt auch vor einem starken Gegner.

Fortschritte habe ihre Mannschaft gerade in den letzten Wochen gemacht, als ein Trainingslager und mehrere Testspiele anstanden. „Da haben wir hart trainiert und eine gute Entwicklung genommen“, freut sich TSV-Trainerin Negovan und betont: „Das Zusammenspiel als Mannschaft funktioniert schon ganz gut.“

Steigerungsbedarf besteht hingegen in der Defensive, wo sich die 6:0-Deckung der Eintracht noch nicht gefestigt präsentiert. Da trifft es sich gut, dass Abwehrspezialistin Fiona Eberhardt nach überstandener Schienbeinentzündung wieder ins Training eingestiegen ist – und die Felsbergerinnen in Bestbesetzung antreten können.

Sarah Oschmann ist zurück

Das ist ein gutes Auftaktspiel“, findet SVG-Trainerin Susanne Bachmann, „denn wir sind noch nicht so weit. Die Mannschaft ist hoch talentiert, macht aber noch zu viele Fehler“. Gerade die Umgewöhnung an das Harz-Spiel bereitete den Domstädterinnen lange Schwierigkeiten. Insofern könnte es sich als Vorteil erweisen, dass in Felsberg kein Haftmittel erlaubt sein wird. Bis auf die angeschlagene Marleen Krause, der die SVG-Trainerin eine Auszeit verordnet hat, sind alle Spielerinnen fit.

Die Favoritenrolle will der Aufsteiger von 2020 nicht annehmen. Das liegt vor allem daran, dass sich das Team in der Vorbereitung zu wankelmütig präsentierte. „Ich weiß nie, was mich erwartet“, sagt Bachmann: „Es wird davon abhängen, wie nervös wir auftreten und wie viele technische Fehler wir machen“.

Bei der Generalprobe gegen Landesligist HSG Wesertal lief die Germania einem Rückstand hinterher, bevor sie souverän mit 29:21 die Oberhand behielt. Neben Sarah Oschmann, die nach langer Verletzungspause wieder zurück ist, überzeugten gegen die HSG auch Außen Merle Bücker und Neuzugang Antonia Sattar. Mit dem Trio ist auch gegen die Eintracht zu rechnen. (Marcel Glaser)

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