33:22-Erfolg bei der SG Kirchhof

DHB-Pokal: Bad Wildungen zeigt nur eine starke Halbzeit

Abwehrszene mit vier Handballerinnen gegen eine gegnerische.
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Hier geht‘s nicht durch: Munia Smits, Anna-Maria Spielvogel, Jana Scheib und Kira Schnack (von links) stoppen als zupackende Vipers-Abwehr die Kirchhoferin Angela Cappellaro.

Endlich mal ein Sieg: Die HSG Bad Wildungen hat das Zweitrunden-Gastspiel im DHB-Pokal bei der SG 09 Kirchhof souverän bestritten. Zumindest eine Halbzeit lang.

Melsungen - Bis zur Pause legte der Handball-Erstligist als Favorit mit einem 19:8-Vorsprung die Basis zum letztlich ungefährdeten 33:22-Erfolg. Der nichtsdestotrotz dem Außenseiter aus der 3. Liga aufgrund einer ausgeglichen zweiten Hälfte Mut für die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft machte.

„Meine Mannschaft hat sich tapfer geschlagen“, konnte SG-Coach Negovan nach 60 Minuten mit Fug und Recht behaupten. Nach 30 nicht. Da bekam sie ihre Grenzen aufgezeigt, wurde vom Tempospiel des Nachbarn überrollt, der frühzeitig - 12:4 nach 15 Minuten - für klare Verhältnisse sorgte.

Kirchhof biss sich trotz unermüdlichen Anrennens an der starken 6:0-Deckung vor der starken Torfrau Lena Schüpbach die Zähne aus und lief ohne Rückraumspielerin Greta Kavaliauskaite (für die litauische Nationalmannschaft im Einsatz) in einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Dabei zeichnete sich Larissa Platen als sichere Vollstreckerin aus..

Tessa Bremmer: Nur die erste Halbzeit gefiel

Das gefiel HSG-Trainerin Bremmer, die mit ihrem Team in der Liga noch punktlos ist: „Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden.“ Allerdings: „Mit unserem Auftreten nach der Pause überhaupt nicht.“ Denn da spielte der Gastgeber auf einmal mutig mit, was gleich mal die quirlige Alma Leon Jean mit vier Treffern zum zwischenzeitlichen 14:22 (38.) unter Beweis stellte. „Wir haben mit viel mehr Tempo und Druck gespielt“, erklärte die Rechtsaußen die Leistungssteigerung ihrer Mannschaft.

Die keineswegs darauf zurück zu führen war, dass der Gast einen Gang zurückschaltete. Nein, er wurde von einem Drittligisten gebremst, der seinen Respekt endlich ablegte und wie von Dragos Negovan in der Pause gefordert, „frei“ aufspielte. Auch Deborah Spatz und Angela Cappellaro stießen entschlossen in die Lücken der Bad Wildunger 4:2-Deckung - ein Experiment, das ziemlich daneben ging. „Wir wollten den Gegner noch früher unter Druck setzen, waren dabei aber viel zu ungeduldig“, bekannte Tessa Bremmer.

Ein Remis für Halbzeit zwei

Die eingewechselte Manuela Brütsch, die zwei Siebenmeter parierte, verhinderte Schlimmeres, doch die Dominanz des Favoriten war dahin. Auch weil Kirchhofs Abwehr viel kompakter stand, aggressiv im Verbund verteidigte und sich dahinter Torfrau Alica Schmincke (ehemals HSG Twistetal) einige Male auszeichnen konnte.

Die Schlussphase gehörte sogar den Kirchhoferinnen, die sich schließlich über ein Remis (14:14) freuen konnten. In der zweiten Halbzeit.

Kirchhof: Ritter (4/19), Schmincke (ab 30. 6/14); Nygaard 1, Pandza, Harder, Sauerwald 1, Evjen 4/2, Koltschenko, Cappellaro 2, A. Jean Loro 8, Spatz 5/1, Ag. Loro Jean 1.

Bad Wildungen: Schüpbach (8/8), Brütsch (ab 30. 8/14); Ingenpaß 5, Smits 5/1, Hampel 1, Schnack 2, Platen 10/4, Stuijs 2,Scheib 2, Blase 1, Oßwald 2, Spielvogel 1, Hunstock 1, Plümer 1.

SR: Eckert/Ludwig, -Z.: 300. - Strafzeiten: 6:12-Min. - Siebenmeter: 6/3:4/4.

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