DHB-Pokal

Lehrstunde für Kirchhof - Bietigheim zieht mit Kantersieg ins Viertelfinale ein

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Das erste Kirchhofer Feldtor ist unterwegs: Mariel Stefanie Beugels (Mitte) setzt sich gegen die Bietigheimerinnen Laura van er Hejden (l.) und Amelie Berger (r.) durch und trifft zum zwischenzeitlichen 2:10. 

Der Reiz eines Handballspiels liegt gemein in der Unsicherheit darüber, wer denn nun das Feld als Sieger verlässt. Dessen beraubt drohte dem Achtelfinale des DHB-Pokals in der Melsunger Stadtsporthalle die Langeweile. Trotzdem kamen die 400 Zuschauer auf ihre Kosten.

Denn Meister Bietigheim ließ sich beim41:15 (23:4)-Erfolg nicht lumpen, hatte das ein oder andere Kabinettstückchen auf Lager, begeisterte mit verwirrenden Kombinationen. Und der heimische Zweitligist Kirchhof wehrte sich tapfer, ohne um die erwartete Lehrstunde herum zu kommen.

Auf die erste (einzige) Kirchhofer Führung (per Tempogegenstoß) mussten die Fans nicht lange warten (40 Sekunden), auf das erste Feldtor der Gastgeber schon. Fast eine Viertelstunde, in der die blaue Wand der Weltauswahl mit einem Furcht einflößenden Mittelblock (Maura Visser und Maren Nyland Aardahl) kein Erbarmen und keine Lücke kannte.

Der Kirchhofer Respekt bei den emsigen, aber fruchtlosen Angriffsbemühungen verwandelte sich in Ehrfurcht, so dass Bietigheim unwiderstehlich auf 10:1 davonziehen konnte (16.). Dabei kam der Tempogegenstoß-Express der Albertsen-Schützlinge schnell auf Touren, traf besonders die dänische Nationalspielerin Fie Woller kunstvoll wie sie wollte.

Immerhin: SG-Torfrau Frederikke Siggaard verhinderte noch Schlimmeres. Und nach 15:49 Minuten hatte dieser (erste) Spuk ein Ende - Mariel Stefanie Beugels setzte sich am Kreis durch und traf zum 2:10. Überzahl konnte BBM übrigens auch und erhöhte während Günthers Strafzeit auf 2:13 (19.). Danach taute Diana Sabljak etwas auf, markierte die Treffer zum 3:13 (20.) und 4:18 (24.). Außerdem wurde vor der Pause noch ein von Lea Immelnkämper abgefangener Tempogegenstoß gefeiert und ein Traumpass von Nationalmannschaftskapitänin Kim Naidzinavicius bestaunt, der Kreisläuferin Aardahl das 4:23 ermöglichte.

Die zweite Halbzeit war ähnlich einseitig, aus Kirchhofer Sicht aber erfreulicher. Denn Linkshänderin Anouk de Wiel trat im Angriff auf den Plan und deutete ihre Wurfkraft (mit zwei Toren) an, was auch Torjägerin Sabljak mehr Raum bescherte. Darauf antwortete der Gast prompt mit einer 5:1-Deckung. Und einer neuen Flut an Gegenstoßtoren. Am Ende waren‘s 20 von 41. Auch das ein Hinweis auf die allzu eindeutigen Kräfteverhältnisse.

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