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Die ganz große Erleichterung des SV Germania Fritzlar beim 35:25 gegen Fortuna Düsseldorf

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Von: Sebastian Schmidt

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So sehen Siegerinnen aus: Das Team des SV Germania Fritzlar nach dem eindrucksvollen Sieg im Kellerduell über Fortuna Düsseldorf.
So sehen Siegerinnen aus: Das Team des SV Germania Fritzlar nach dem eindrucksvollen Sieg im Kellerduell über Fortuna Düsseldorf. © Pressebilder Hahn

Ja, sie leben noch – und wie! Eindrucksvoll haben sich die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga West zurückgemeldet. Beim 35:25 (20:12) gegen den Tabellensiebten Fortuna Düsseldorf spielte der bisherige Vorletzte fast wie zu besten Zeiten und verkürzte den Abstand aufs rettende Ufer auf nur noch drei Zähler.

Fritzlar – Kein Wunder, dass die Gastgeberinnen anschließend mit ihren Freunden und Familien um die Wette strahlten. Und alle derart dankbar wirkten, als hätte sich nicht nur Abwehrchefin Maria Kiwa an ihrem Ehrentag feiern lassen können. Da kullerten auch einige Tränchen vor Erleichterung.

Da blieb nach dem nie gefährdeten Start-Ziel-Kantersieg mit zwischenzeitlich bis zu 14 Toren Vorsprung nur die bescheidene Frage: Warum hat eine Mannschaft, die derart leidenschaftlich verteidigen und souverän abschließen kann, zuvor nur vier Punkte aus elf Spielen geholt – und erst jetzt den zweiten Saisonsieg? „Weil wir dieses Gesicht nur zwei, drei Mal gezeigt haben und oft nur 20 bis 30 Minuten gut waren. Außerdem mussten wir uns erstmal wieder Selbstvertrauen erarbeiten“, erklärte Lea Gürbig, die als Kapitänin voran ging und im Tor eines ihrer besten Drittliga-Spiele bestritt. Auch deshalb machte Fritzlar dort weiter, wo es vor der Winterpause beim Punktgewinn in Köln (27:27) aufgehört hatte.

Gürbig bärenstarker Rückhalt

Gürbigs Torwartspiel hatte nicht nur Hand, sondern vor allem auch Fuß. Denn 11 ihrer 19 Paraden zeigte sie mit den Füßen. „Keine Ahnung, warum die immer wieder so flach geworfen haben“, frohlockte sie und sah davor eine bärenstarke Leistung im Mittelblock von Geburtstagskind Kiwa und Rückkehrerin Luisa Krüger, an deren Seite Chantal Reimbold und Hannah Berk in der Abwehr auf Halb brillierten.

Über 2:0 (2., Reimbold), 4:1 (5., Dietrich) und 7:2 (10., Kiwa) wurde Düsseldorf regelrecht überrannt. Einmal in Fahrt gekommen, ließ sich der Domstadt-Express nicht mehr stoppen. Da verwandelte Hannah Berk sechs ihrer ersten sieben Versuche und wirkte derart spritzig wie vor der Erkrankung, die sie im Sommer so ausgebremst hatte. Da konnte sich Trainer Lucky Cojocar freuen, „dass auf alle Verlass war, die von der Bank kamen.“

Auf Ahrend ist Verlass

Auf etwa Xenia Ahrend, die frisch aus dem Urlaub merklich Lust hatte, auch mit ihren Gegenspielerinnen Slalom zu laufen. Drum war schon zur Pause (20:12) alles klar. Die Pflicht erfüllt – und auch die Kür konnte sich sehen lassen. Weil auch der zweite Durchgang an Fritzlar ging und somit der direkte Vergleich nach dem 27:34 im Hinspiel. Was noch wichtig werden kann im Kampf um den Klassenerhalt. (von Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Fritzlar: Küllmer (0 P./1 GT, bei einem 7m), Gürbig (19/24) - Kiwa 9/3, Krüger 1, Kühlborn, Berk 8, Ahrend 5, Reimbold 7, Stockschläder 1, Dietrich 4, Kauffeld, Albus.
Düsseldorf: Jackstedt (8/26), Sluga (6/9) - Berger 3, Djokovic, Steinhausen 4, Bertelsmann 1, Heinrichs 11/5, Neumann, Freude, Knipper 1, Herbak 1, Scücz 1, Böhme, Weyres 1, Otten 2, Wernicke.
SR: Schwarzmeier/Stewen. Z: 200.
Siebenmeter: 3/3:5/6. Zeitstrafen: 8:8-Minuten.

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