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Domstadt-Express des SV Germania Fritzlar in Hannover jäh gestoppt

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Von: Sebastian Schmidt

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Luisa Krüger
Luisa Krüger © Richard Kasiewicz

Der Siegeszug des SV Germania Fritzlar ist jäh gestoppt worden: Beim Hannoverschen SC unterlag der heimische Handball-Drittligist nach vier Siegen in Folge mit 25:29 (14:13) und kassierte einen Nackenschlag im Kampf um den Klassenerhalt der kurzen Weihnachtspause.

Hannover – Ehe die Domstädterinnen am 6. Januar wieder ins Training einsteigen, ist der Vorsprung auf die bedrohte Zone auf vier Punkte geschmolzen. 22 Minuten lang sah es indes gut aus für die Gäste. Da stand die Deckung stabil und im Angriff trafen besonders die Außen nach Belieben. Hannah Berk (rechts) und Lena Dietrich (links) sorgten mit jeweils vier Toren für eine 12:8-Führung. „Dann haben wir unnötige Fehler gemacht und den Gegner aufgebaut“, ärgerte sich SVG-Trainer Lucky Cojocar.

Dessen Team ließ sich in einer zunehmend zerfahrenen Partie aus dem Konzept bringen. Viele Zeitstrafen auf beiden Seiten waren die Folge. Hannover glich zum 13:13 (29., Michelle Schäfer) aus und bog mit einem 5:0-Zwischensprint auf 19:15 davon (42., Marie Seidler). Dabei kassierte Fritzlar einen Wirkungstreffer, den es nicht verkraftete. Besser gesagt: Spielmacherin Luisa Krüger bekam einen Schlag in den Magen und wurde auf Anraten von Physiotherapeutin Selina Langhorst fortan nicht mehr eingesetzt.

Luisa Krüger verletzt raus

Das hatte weitaus mehr Konsequenzen für die Domstädterinnen als für Hannover, das nach der Roten Karte gegen Paula Abel nach ihrem Foulspiel an der Spielmacherin verzichten musste (39.). „Unsere Angriffe wurden zu lang. Wir hätten noch ewig spielen können, aber es war einfach nicht unser Tag“, erklärte Cojocar, dessen Mannschaft am Ende mit der offensiven 5:1-Deckung der Gastgeberinnen nicht zurecht kam. Schon zuvor schindete die 6:0-Abwehr Hannovers Eindruck und schob immer wieder mit zwei Spielerinnen effizient raus.

Angetrieben von Regisseurin Seidler (7 Treffer) und der überragenden Torfrau Antonia Rotzoll enteilte der HSC auf 28:21 (57.). Bis dahin gelangen der Germania nach der Pause nur sieben Tore.

Fritzlar: Gürbig, Küllmer - Dietrich 5, Stockschläder, Reimbold, Ahrend 2, Israel, Puntschuh 2, Berk 5, Kauffeld, Kiwa 7/4, Hahn 3, Krüger 1.

SR: Dux/Follmert (Lemgo/Schlangen). Z: 50.

Siebenmeter: 4/5:4/6. Zeitstrafen: 16:12-Minuten. Rote Karte: Abel (39., dritte Zeitstrafe, Hannover). (Sebastian Schmidt)

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