Ludwig-Sieben schlägt Fritzlar II 29:20

Drittes Spiel, dritter Sieg

Sarah Oschmann kann Karoline Happe nicht halten: Die HSG-Spielerin tankt sich durch und erzielt eines ihrer sechs Tore.
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Sarah Oschmann kann Karoline Happe nicht halten: Die HSG-Spielerin tankt sich durch und erzielt eines ihrer sechs Tore.

Sie haben es wieder getan. Und damit den 150 HSG-Anhängern in der Schauenburghalle einen ebenso spannenden wie gelungenen Handball-Abend beschert. Die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen fegten mit 29:20 (12:11) im Oberliga-Derby gegen den SV Germania Fritzlar II die Gäste vom Parkett und fuhren dabei den dritten Sieg im dritten Spiel ein.

Hoof - „Mein Team hat unglaublich gekämpft. Ich bin tief beeindruckt vom unbedingten Siegeswillen meiner Mannschaft“, sagte Trainer Chris Ludwig. Das Ergebnis täusche indes ein wenig über den Spielverlauf hinweg. „Es war 45 Minuten lang ein Spiel auf Messers Schneide. Und Fritzlar war ein starker Gegner.“

Zu Beginn sah es nämlich nicht nach einer eindeutigen Angelegenheit für die Gastgeberinnen aus. Zwar erzielten sie über die mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin Karolin Happe das erste Tor der Partie, doch die Freude darüber währte nicht lange. Postwendend glichen die Gäste über Sarah Oschmann aus. Die Zuschauer erlebten ein wahres Wechselbad der Gefühle. Denn im gesamten ersten Abschnitt konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Waren es bis zur Mitte des ersten Durchgangs die Domstädterinnen, die zwei Tore in Front lagen, wendete sich das Blatt kurz vor dem Gang in die Kabinen. HSG-Akteurin Kirsten Bänfer brachte ihr Team mit zwei Treffern in Folge zum 12:10, kurz vor dem Pausenpfiff verkürzte Fritzlar noch per Siebenmeter durch Nina Albus zum Pausenstand.

Der zweite Durchgang glich zunächst dem Verlauf des ersten. Allerdings nur bis zur 46. Minute. Sofort nach Wiederanpfiff glichen die Gäste aus, liefen danach aber ständig einer knappen Führung der Gastgeberinnen hinterher.

Was Ludwig seiner Sieben in der von ihm einberufenen Auszeit (46.) mit auf dem Weg gab, lässt sich nur erahnen. Was immer es war, es zeigte Erfolg. Denn fortan schien nochmals ein Ruck durch seine ohnehin motivierte Mannschaft gegangen zu sein. Die Vereinigten erhöhten in einem wahren Kraftakt nochmals den Druck, erzielten vier Treffer in Folge und setzen sich vorentscheidend auf 22:18 ab (53.). Beim 26:19 durch Lea Willer (58.) schien die Gegenwehr der Gäste gebrochen. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Gastgeberinnen erschöpft, aber glücklich in den Armen. Und auch Chris Ludwig benötigte einige Zeit, um nach der nervenaufreibenden Partie die passenden Worte zu finden: „Wir sind überglücklich. Und wir denken wahrscheinlich alle das Gleiche. Ich bin froh, Teil dieses tollen Teams zu sein.“

HSG: Garder, Sawyer (Tor) - Chmurski 5, Eichhofer 2, Happe 6/4, von Dalwig 3, Bittdorf 1, Bänfer 3, Ritter 1, Lubach 1,Willer 3, Frankfurth 4.

Germania Fritzlar II: Albus 6/5, Oschmann 5, Werner 3, Ködel 2, Sattar 1, Grothnes 1, Icke 1, Alter 1.

Schiedsrichter: Puja Karsazy/Stephan Klöckner

Zuschauer 150

Spielverlauf: 3:3 (10.), 4:6 (15.), 9:9 (25.) 12:11 (30.), 16:15 (46.), 22:17 (53.), 26:19 (57.), 29:20. (Martina Sommerlade)

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