Baunatal bleibt weiter ohne Sieg

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Mit leeren Händen: Baunatals Felix Geßner (vorn) und Torhüter Patrick Ziebert konnten am Sonntagabend nichts Zählbares aus Hanau mitnehmen. 

Eintracht Baunatal unterliegt 28:30 bei der HSG Hanau, bleibt aber auf dem dritten Tabellenplatz. 

Bescheiden angefangen, und dann noch bescheidener weitergemacht: Nach zwei Unentschieden zu Beginn der Restrunde in der dritten Handballliga unterlag der GSV Eintracht Baunatal gestern Abend 28:30 (10:15) bei der HSG Hanau. Die Schützlinge von Trainer Florian Ochmann bleiben damit zwar auf Platz drei der Tabelle, brauchen aber jetzt allmählich einen Sieg für das Selbstbewusstsein.

„Gut 700 Zuschauer, eine enge Halle und eine entsprechende Stimmung. Wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen“, sagte Ochmann gestern Abend. Dabei war der Frust deutlich herauszuhören, denn nicht einmal gingen die leicht favorisierten Nordhessen im Süden in Führung. „Wir lagen viel zu schnell mit vier Toren zurück“, kommentierte Ochmann den Spielverlauf weiter. Da waren beim 8:4 gerade 15 Minuten gespielt, und die Gastgeber hatten die Marschrichtung vorgegeben. Eine Auszeit brachte kurzfristige Besserung, aber der Halbzeitstand sprach eine deutliche Sprache: fünf Tore Rückstand.

Was war das los? „Beide Torhüter haben nicht gut gehalten“, benannte Ochmann das Problem und zielte mit seiner Kritik auf Patrick Ziebert und Marian Mügge, die sich beide Halbzeiten aufteilten aber nur fünf Paraden zu stande brachten. Zu wenig, um gegen die aufstrebenden Hanauer bestehen zu können, vor allem, wenn auch vorn „zu viele Fahrkarten geworfen werden“, wie sich Ochmann beklagte.

Und dennoch: Die Leistungsträger in der Baunataler Mannschaft brachten das, was man in Sachen Torausbeute von ihnen erwartete. Kevin Trogisch und Marvin Gabriel trafen siebenmal, Felix Geßner sechsmal.

Vor allem auch wegen der aggressiven Hanauer 6:0-Deckung kamen die anderen Baunataler Akteure nicht so zum Zug wie erhofft. Außerdem kam Routinier Paul Gbur wegen einer Zerrung im Hüftbereich nicht zum Einsatz, und Phil Räbiger hat im Angriff noch nicht die Form erreicht, die er vor seiner Verletzung hatte.

„Dabei ist es Phil hoch anzurechnen, dass er trotz Schmerzen in Schulter die Offensive unterstützt. Hinten ist er natürlich nach wie vor unser Abwehrchef“, sagte Ochmann. Zusammen mit Fynn Reinhardt kam dann in der zweiten Spielhälfte auch der Baunataler Mittelblock auf Touren. So schien gegen Spielende die Wende greifbar, zumal auch Felix Rehberg am Kreis schöne Chancen herausspielte. Auf 25:26 und 26:27 (57.) kamen die Nordhessen noch einmal an Hanau heran, bevor der Gastgeber dann doch den Sack zumachte und den Vorsprung über die Ziellinie rettete.

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