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Eine bittere letzte Aktion

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Von: Torsten Kohlhaase

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Erzielte fünf Treffer: Marvin Gabriel, der mit dem Handball-Drittligisten Eintracht Baunatal mit 32:33 in Leipzig verlor. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem Heimspiel gegen Aaron Krai vom Oranienburger HC.
Erzielte fünf Treffer: Marvin Gabriel, der mit dem Handball-Drittligisten Eintracht Baunatal mit 32:33 in Leipzig verlor. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem Heimspiel gegen Aaron Krai vom Oranienburger HC. © andreas fischer

Der Punkt war am Ende zum Greifen nah. Zwei, drei Sekunden standen noch auf der Uhr, als Handball-Drittligist Eintracht Baunatal im Auswärtsspiel bei der Reserve von SC DHFK Leipzig nochmal einen Freiwurf gegen sich gepfiffen bekam.

„Dann gab es noch einen Pass, unser Torwart war dran, doch mit Hilfe des Pfostens ging der Ball schließlich rein“, beschreibt GSV-Trainer Dennis Weinrich diese letzte Aktion des Spiels. Am Ende mussten sich die Großenritter mit 32:33 (19:17) geschlagen geben.

Dabei hatte es erfolgsversprechend angefangen für die Gäste. Vor allem dank Marvin Gabriel gestalteten die Baunataler die Partie in der ersten Viertelstunde ausgeglichen und führten jeweils mit zwei bis drei Toren. Von 4:4 (8.) zogen sie auf 8:5 (13.) davon. Im weiteren Spielverlauf hielten sie dann sogar recht kontinuierlich einen Vier-Tore-Vorsprung – 14:10, 15:11, 16:12, 17:13. Mit einer 19:17-Führung ging es schließlich in die Pause.

„In der ersten Halbzeit hatten wir eine starke Torhüter-Leistung, eine sichere Abwehr und eine Top-Quote im Angriff. Da ist uns vieles gelungen“, sagt Weinrich. Knallhart und eiskalt sei sein Team da gewesen. Das änderter sich dann im zweiten Durchgang. Beim 19:19 (33.) glichen die Leipziger schon aus, fortan war es eine Partie auf des Messers Schneide. Bis zum Spielende konnte sich kein Team mehr als ein Tor absetzen. Vor allem Benjamin Fitozovic und Fynn Reinhardt hielten den GSV bis zur 50. Minute immer wieder im Rennen.

„Trotzdem hat man gesehen, dass wir hinten nicht mehr so griffig waren und vorn jeder von uns auch seine Chancen liegengelassen hat. Die Quote hat einfach nicht mehr gestimmt. Aber das muss sie, wenn du in einem solch engen Spiel etwas mitnehmen willst“, so Weinrich. Auf Leipziger Seite lief nun Niclas Heitkamp heiß, der es am Ende auf neun Treffer brachte. Felix Geßner glich zum 30:30 (56.) aus und markierte auch den Treffer zum 32:32 (60.).

Nach der Auszeit der Gastgeber, die sie eine halbe Minute vor Spielende nahmen, gipfelte dann alles in der letzten Aktion des Spiels. Am Ende war Heitkamp mit seinem letzten Treffer der umjubelte Held. „Ich glaube, dass es nicht ganz unverdient war. Gegen eine zweite Mannschaft, die Power und Fitness ohne Ende hat, ist es in den Eins-gegen-eins-Situationen immer anstrengend. Da muss eben alles stimmen“, sagt Weinrich. Was auch zur Wahrheit gehört: Nach dem Siebenmeter von Kevin Trogisch zum 24:23 in der 41. Minute haben die Baunataler bis zum Schluss nicht mehr geführt.

Leipzig: Martyn 1, Schwock 8, Hanemann, F. Leun 1, Kock, Bones 2, Heitkamp 9, Hönicke, Peter 7/4, J. Leun 4, Moosmann, Klein, Uhlig 1, Hauptmann

Baunatal: Goldmann (1.-49.), Lohrbach (49.-60.) - Gabriel 5, L. Reinhardt 4, F. Reinhardt 4, Geßner 4, Räbiger, Fitozovic 5, Bieber, Hellmuth 1, Batz, Trogisch 5/3, Helbing 4, Henne

SR: Köppen/Preibsch (Berlin)

Strafminuten: 4 / 4 Siebenmeter: 4/4 - 3/3

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