Wesertal empfängt am Sonntag den Oberliga-Absteiger Rotenburg/Bebra

Duell der Problemkinder

Nur eine vermeintlich leichte Aufgabe: Wesertals Spielmacherin Anne Steckel und ihr Team empfangen Oberliga-Absteiger Rotenburg/Bebra, der bisher mit argen Problemen zu kämpfen hatte. Foto: Nolte

Oberweser. Ein vermeintlich leichtes Heimspiel steht für die Landesliga-Handballerinnen der HSG Wesertal am Wochenende auf dem Programm. In der Oedelsheimer Sporthalle empfängt der Tabellensiebte am Sonntag ab 17 Uhr den Vorletzten FSG Rotenburg/Bebra, der bisher erst vier Punkte auf dem Konto hat.

Rotenburg/Bebra verlor nach dem Oberliga-Abstieg vier wichtige Spielerinnen und startete somit in eine schwierige Landesliga-Saison. Bisher lief es alles andere als gut. Nur zwei deutliche Siege gegen den in dieser Klasse völlig überforderten Aufsteiger TSV Grebenhain gelangen.

Es ist nicht verwunderlich, dass es beim FSG-Team nicht rund läuft. Es ging bisher nämlich alles schief, was schief gehen konnte. Zuerst der Abstieg und die Abgänge, Niederlagen, dann die schwierige Situation bei Erstligist Bad Wildungen Vipers. Wie das zusammenhängt? Ganz einfach: Die Wildunger Bundesliga-Handballerinnen haben Zweitspielrecht bei Rotenburg/Bebra, das aber bisher nicht zur Anwendung kam.

Es folgte ein Trainer-Chaos: Karsten Moos, auch Co-Trainer der Vipers, war immer seltener da. Schließlich löste ihn Ende November A-Jugend-Coach Harald Wolf als Interimslösung ab. Kurz vor Weihnachten übernahm dann mit Marco Neumann ein neuer Trainer.

Eigentlich sollte Rotenburg/Bebra auch mit den verbliebenen Spielerinnen den Klassenerhalt locker schaffen. Der Kader hat mit Sicherheit mindestens mittleres Landesliga-Niveau. Aber durch die Probleme im Umfeld hat sich Verunsicherung breit gemacht. Am vergangenen Wochenende stand allerdings Grebenhain als dankbarer Aufbaugegner bereit, der souverän mit 34:17 geschlagen wurde.

Für Wesertal wird es vermutlich nicht einfach, denn beim amtierenden Meister läuft auch nicht alles nach Plan. 10:10 Punkte und Tabellenplatz sieben sind weitaus weniger, als man sich vorgestellt hat. Zwar betont Trainer Andreas Rau immer wieder, dass seinem Team nur ein Quäntchen fehlt, um mit der Spitze mitzuhalten, aber es fehlt eben etwas und das macht den Unterschied zur vergangenen, durch Euphorie getragenen Saison. Im Hinspiel konnte sich Wesertal übrigens nur denkbar knapp mit 22:20 gegen Rotenburg/Bebra durchsetzen. (zno)

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