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Ein farbenfrohes Feuerwerk: Kirchhofs Mini-Kader feiert Start-Ziel-Sieg über PSV Recklinghausen

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Von: Sebastian Schmidt

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Gut gebrüllt, Löwinnen: Greta Kavaliauskaite (l.) und Carlotta Fege brannten mit der SG 09 Kirchhof beim 37:27 im ersten Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen spielerisch ein ordentliches Feuerwerk ab.
Gut gebrüllt, Löwinnen: Greta Kavaliauskaite (l.) und Carlotta Fege brannten mit der SG 09 Kirchhof beim 37:27 im ersten Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen spielerisch ein ordentliches Feuerwerk ab. © Artur Schöneburg

Schwarz und Gelb sind die Farben von Borussia Dortmund. Blau und Weiß trägt die HSG Blomberg-Lippe. Und weil’s die Mischung macht, ergibt alles zusammen ein sattes Grün. Passend zur SG 09 Kirchhof.

Melsungen – Vielversprechend verlief die Premiere der vier neuen Feldspielerinnen, die in der Jugend beim BVB (Lotte Iker, Carlotta Fege, Julie Hafner) sowie in Blomberg (Lina Nöchel) ausgebildet wurden. Und im ersten Heimspiel mit den Löwinnen einen 37:27 (18:12)-Sieg in der 3. Handball-Liga West über den PSV Recklinghausen feierten.

Diese Vertrautheit war ein Ass, das von Beginn an stach. Da setzte Spielmacherin Iker Kreisläuferin Fege mit Steckpässen in Szene. Da verlagerte sie das Geschehen nach Bedarf über die Außen (Hafner und Pandza). Da verinnerlichten die Neuen sogleich einen der wichtigsten Begriffe der Kirchhof-DNA: „Die Emotionen waren ein Schlüssel. Wir haben alle ins Boot geholt“, frohlockte Iker. Bemerkenswert etwa, wie Greta Kavaliauskaite die Treffer ihrer Mitspielerinnen noch mehr feierte als ihre eigenen Tore.

Orowicz glänzt im Tor

Hingabe zeigte im Tor die glänzend aufgelegte Aleksandra Orowicz. Die Polin wusste mit mehreren Doppel-Paraden zu begeistern. Schickte ihre Mitspielerinnen mit ihren „Harpunen“ auf die Reise und nahm das Publikum mit. „Oro, Oro“ wurde sie gefeiert. Das gab Sicherheit.

„Wir haben es geschafft, den Gegner müde zu spielen. Dabei waren die gefühlt sechs Spielerinnen mehr“, erklärte Martin Schwarzwald. Stolz auf die konditionelle Verfassung seiner Schützlinge. Nur sieben Feldspielerinnen (die alle trafen) reichten aus, um einen Start-Ziel-Sieg zu landen. Über 3:1 (5., Fege), 8:6 (14., Nöchel) und 11:8 (21., Pandza) war nach einem 3:0-Lauf bis zur Pause (18:12, Pandza) das Feld bestellt.

Sieben Feldspielerinnen reichten aus

Das hinterließ ernüchterte Gäste. „Wir haben uns selbst geschlagen, weil wir zu viel Tempo gegangen sind und dann zu viele Fehler gemacht haben. Aber großen Respekt an Kirchhof, dass sie ihr Ding mit nur sieben Feldspielerinnen clever durchgezogen haben“, sagte Viktor Dziabel. Der PSV-Coach wechselte munter durch und stellte mehrfach seine Abwehr um. Doch wenn Iker an die kurze Leine gelegt wurde, gelang Kavaliauskaite oder Nöchel ein Durchbruch. Gegen Fege war ohnehin kein Kraut gewachsen. Und selbst ein 4:0-Lauf, mit dem Recklinghausen auf 21:24 verkürzte (43.), schockte Kirchhof nicht.

„Die Mädels haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, lobte Schwarzwald, dessen Team hellwach blieb und gleich fünf Treffer mit Würfen ins verwaiste Tor markierte. Somit war spätestens mit dem 30:23 durch Katharina Koltschenko nur noch die Höhe des Sieges fraglich (51.). Was Schwarzwald ausnutzte, um Rückraumspielerin Lisa Peppler, die vom Landesligisten Großenlüder zu Kirchhof II gewechselt ist, ihre ersten Drittliga-Minuten zu gönnen.

Kirchhof: Orowicz (20 P./26 GT.), Stannies (0/1) - Pandza 3, Harder, Hafner 3, Koltschenko 1, Fege 8, Nöchel 8/2, Kavaliauskaite 7, Peppler, Iker 7.

Recklinghausen: Vietor (8/19), Pape (6/18) - Küppers 1, Benthaus, Klüsener 2, Heieck, Funke 1, Janz 12/4, Kegelmann, Hovenjürgen 3, Fricke 2, Ewert, Fagin 3, Lucas 1, Sattler 2.

SR: Kleinhenz/Wenzke. Z: 300.

Siebenmeter: 2/4:4/4. Zeitstrafen: 6:8-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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