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Ein Remis mit viel Dramatik zwischen Germania Fritzlar und PSV Recklinghausen

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Von: Sebastian Schmidt

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Schenkten sich nichts: Leonie Fagin (l.) und Joana Kegelmann (r.) nehmen Fritzlars Rückraumspielerin Chantal Reimbold in die Zange.
Schenkten sich nichts: Leonie Fagin (l.) und Joana Kegelmann (r.) nehmen Fritzlars Rückraumspielerin Chantal Reimbold in die Zange. © Pressebilder Hahn

Es kam, wie es kommen musste: Nach einem Wechselbad der Gefühle trennten sich der SV Germania Fritzlar und der PSV Recklinghausen 26:26 (13:12)-Unentschieden in der 3. Handball-Liga West der Frauen.

Fritzlar – Und damit ist eventuell noch nicht das letzte Wort gesprochen. Denn fünf Sekunden vor Schluss unterband Viola Klüsener einen schnell geplanten letzten Angriff der Germania mit einem Foulspiel an Melina Hahn. Die ohnehin unsicheren Schiedsrichterinnen Lisa-Caureme Oesker und Alix Ramcke berieten lange und entschieden auf eine Zwei-Minuten-Strafe und Freiwurf statt Roter Karte und Siebenmeter. Garniert mit Pfiffen und vorsorglichem Einspruch seitens der Gastgeberinnen.

Unabhängig davon zeigte sich SVG-Coach Lucky Cojocar mit der Leidenschaft seines Rumpfteams einverstanden, das nach einem Doppelschlag von Hannah Berk mit 4:2 in Führung gehen konnte (9.). Als die emsige Melina Hahn prompt nachlegte, verpasste es Fritzlar indes, sich vorentscheidend abzusetzen. Konsequenz: Recklinghausen drehte den Spieß um und lag nach einem Treffer der Ex-Kirchhoferin Andra Lucas mit 7:6 vorn (13.).

Nicht konstant genug

„Wir waren nicht konstant genug, um den Sieg mitnehmen zu können“, erklärte PSV-Coach Viktor Dziabel. Ein Satz, der auch von seinem Gegenüber stammen konnte. Denn ausgerechnet in Überzahl wurde die Germania mitunter vom Mut verlassen. Der PSV agierte in Unterzahl mit der sechsten Feldspielerin und hatte damit Erfolg.

Der größte Trumpf der Gäste war indes die Bank. 16 Spielerinnen hatte Recklinghausen an Bord. Das waren satte sechs Feldspielerinnen mehr als Fritzlar. Da sich zudem Emma Pape im Tor der Gäste steigerte und besonders vom Punkt ganz schwer zu überwinden war, kippte die Partie der beiden punktgleichen Mannschaften nach der Pause (13:12).

Fritzlar neun Minuten ohne Gegentor

Mit einem 4:0-Lauf zum 19:17 (39.) übernahm Recklinghausen das Zepter. Und machte auch über die erste Welle Druck, die auf der Gegenseite ungewohnt häufig verpuffte. So schienen die Gäste beim 25:22 durch Leonie Fagin dem zweiten Saisonsieg nahe (49.). Doch Fritzlar gab sich nicht geschlagen. Packte in der Deckung beherzter zu und konnte sich im Tor auf die glänzende Paula Küllmer verlassen. Die nur durch Dana Gruner zum 26:26 (59.) noch zu überwinden war. Die Dramatik spitze sich zu. Und könnte sogar noch ein Nachspiel haben. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Fritzlar: Küllmer (16 P/26 GT.), Gürbig - Dietrich 1, Stockschläder 1/1, Reimbold 4, Israel 1, Berk 5/1, Kühlborn 5, Kiwa 2, Hahn 7/1.

Recklinghausen: Pape (15/26), Gutjahr - Küppers 2, Benthaus 1, Gruner 1, Funke 1, Janz 3/1, Kegelmann, Hovenjürgen 1, Fricke 5, Fagin 5/1, Lucas 4, Heitefuß, Sattler.

SR: Oesker/Ramcke. Z: 150.

Siebenmeter: 3/6:2/2.

Zeitstrafen: 4:10-Minuten.

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