Handball Bundesliga Frauen

Eine „Super-Halbzeit“ reicht nicht -Vipers unterliegen Dortmund mit 30:37

Die Bad Wildungerin Munia Smits (rechts) wird von Tessa van Zijl (Dortmund) attackiert.
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Harter Zweikampf: Die Bad Wildungerin Munia Smits (rechts) wird von Tessa van Zijl (Dortmund) attackiert.

„Wir haben eine Super-Halbzeit gespielt und sind dann eingebrochen“, bilanzierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach der 30:37 (16:17)-Niederlage gegen Borussia Dortmund treffend.

Bad Wildungen – Gegen den frischgebackenen Meister im Frauenhandball hatten die elftplatzierten Vipers, wie von ihrer Trainerin gefordert, an die starke Vorstellung des 33:28-Erfolgs am vergangenen Samstag gegen die drittplatzierte HSG Blomberg-Lippe anknüpfen können. Bis zum 17:19 nach 33 Minuten ärgerten die Südwaldeckerinnen dabei den BVB richtig.

Wie erwartet hatte Bremmer auf Rückraumaushilfe Sabine Heusdens verzichten müssen, die wegen eines Meniskusrisses im rechten Knie operiert werden muss und deshalb auch beim Rundenabschluss der HSG am 22. Mai beim Thüringer HC nicht mehr eingesetzt werden kann.

Dennoch legten die Südwaldeckerinnen einen gelungenen Start hin und drehten das 2:3 nach drei Minuten in eine eigene 5:3-Führung durch Gegenstoßtreffer von Kira Schnack und Annika Ingenpaß sowie das zwischenzeitlich dritte Tor von Munia Smits.

Munterer Schlagabtausch mit dem Meister

Deshalb nahm BVB-Trainer André Fuhr schon nach sieben Minuten seine erste Auszeit. Doch auch danach kam der Meister nicht auf Touren, vielmehr zogen die Bad Wil-dungerinnen mit ihrem zweiten 3:0-Lauf nach dem 6:5 (8.) durch einen Viererpack von Nationalspielerin Ingenpaß, die am Kreis immer wieder von ihren Mitstreiterinnen gesucht wurde, auf 9:5 (12.) und auf 10:6 (14.) davon. Danach riss aber bei den Vipers der Faden kurzzeitig, sodass Dortmund zum 10:10 nach 19 Minuten ausgleichen konnte.

Doch die wackeren Gastgeberinnen konterten bei dem munteren Schlagtausch gegen den weiter verlustpunktfreien Tabellenführer und lagen beim 14:12 (22.) wieder vorn. Und auch nach dem 14:15 (25.) und 16:17 zur Pause weiter in Reichweite.

Dass es zu mehr nicht reichte, lag auch daran, dass die Leistungsträger Manuela Brütsch, die im Tor nur drei Bälle hielt, und Jana Scheib wie auch Maxime Struijs im Rückraum nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Am Ende zu viele technische Fehler im Vipers-Spiel

Bis zum 17:19 (33.) hielt Bad Wildungen zwar noch mit und gab auch nach dem 18:23 (38.) nicht auf, 20:23 (41.). Doch danach zog der große Favorit entscheidend auf 27:20 nach 45 Minuten davon, weil die zunehmend harmloser werdende HSG im Angriff einfach zu viele Fehler machte. So konnten die Vipers zwar noch auf 24:29 (50.) verkürzen, bevor Dortmund über das 33:25 (53.) zu einem souveränen Sieg kam.

So gab es am 30. Geburtstag der portugiesischen Rückraumspielerin Maria Ines Da Silva Pereira, die Bremmer trotz der Probleme in der HSG-Aufbaureihe nur wenig einsetzte, keine erneute Überraschung durch die stark kämpfenden Vipers wie gegen Blomberg. „Dortmund hat unsere technischen Fehler im Rückraum gnadenlos bestraft“, sagte Bremmer und kritisierte, „dass wir im Tor zu wenig Paraden gehabt haben“.

Auch Munia Smits machte die „zu vielen technischen Fehler“ ihres Teams für die Niederlage verantwortlich, „nachdem das Spiel uns in der ersten Halbzeit viel Spaß gemacht hat“, weshalb auch Bremmer „insgesamt zufrieden“ war.

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