Einiges ist zu verbessern bei der TG Rotenburg

Manch ein Spieler der TG Rotenburg läuft momentan nicht zur Topform auf: Zu ihnen zählt auch Linksaußen Simon Golkowski. Hoffentlich kann er die TGR-Fans bald wieder wie gewohnt mit mehr tollen Aktionen beglücken. Foto: Walger

Rotenburg. Trainer Robert Nolte zeigt nach dem Unentschieden in eigener Halle gegen Hofgeismar/Grebenstein die aktuellen Mängel auf.

Es wirkte wie bittere Ironie, als plötzlich Andreas Bouranis Stimme aus den Lautsprechern in der Rotenburger Großsporthalle dröhnte: „Wer friert uns diesen Moment ein“, sang er, „besser kann es nicht sein.“ Vermutlich steckte keine böse Absicht dahinter, unfreiwillig komisch war die Songauswahl aber schon. Denn zu diesem Zeitpunkt, es lief die 54. Minute, lagen die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg gegen ihren Gast HSG Hofgeismar/Grebenstein schier hoffnungslos mit 22:26 hinten. Und einzufrieren war rein gar nichts. Die Stimmung auf den Rängen war nämlich längst unterkühlt wie selten bei einem Heimspiel.

Die TGR-Anhänger glaubten offensichtlich nicht mehr an eine Aufholjagd. Die Spieler schon. Und sie holten sich mit dem späten Ausgleich zum 27:27-Endstand ja tatsächlich noch einen Punkt.

Mit dem Remis waren die TGR-Trainer Uwe Mäusgeier und Robert Nolte unter den gegebenen Umständen natürlich zufrieden, obwohl eigentlich zwei Zähler angestrebt waren. „Das ist jetzt schon das dritte Spiel hintereinander gewesen, in dem wir uns viele Chancen erarbeiten, diese dann aber verblasen“, kritisierte Mäusgeier die mangelnde Konzentration im Abschluss.

Dieses Defizit war Nolte nicht entgangen. „Mangelnde Konzentration hat auch immer etwas mit fehlender Kondition zu tun“, erklärte er und hielt fest: „Für uns ist es schwer, zu gewinnen, wenn verschiedene Spieler ihre Topleistung nicht abrufen.“ Nicht alle TGR-Akteure können aus verschiedenen Gründen im Moment so trainieren, wie ihre Coaches das wünschen.

Dienstags haben sie oft nur sieben Akteure um sich versammelt, freitags ein paar mehr. „Aber das ist dann 24 Stunden vor dem Spiel. Letztes Jahr war alles ein bisschen einfacher bei uns“, sagt Robert Nolte. Und so passiere es eben, dass die TGR, wie am Samstag, „den Gegner mit Fehlern wieder stark macht“.

Vor allem das Verschieben in der Abwehr, das sei gegen Hofgeismar/Grebenstein wieder deutlich geworden, müsse besser werden, fordert Nolte. „Das ist ganz wichtig in einer 5:1-Deckung, da sind unsere Außen in der Deckung gefordert.“

Dass im Angriff phasenweise wenig zusammenlief, machte Nolte nicht zuletzt an der Qualität der gegnerischen Defensive fest. „Wenn wir den Zug auf die Nahtstelle aufgeben, dann verpuffen unsere Angriffe“, stellte er fest. Auch das wenig durchschlagskräftige Überzahlspiel missfiel ihm. Es gibt also genug, was zu verbessern ist.

Von Thomas Walger

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