30:29-Sieg im Heimspiel

Eintracht Baunatal dreht gegen VfL Gummersbach II nach der Pause auf

Mit voller Kraft voraus: Baunatals Kevin Trogisch (rechts), mit zwölf Treffern bester Torschütze, setzt sich gegen Gummersbach Felix Maier durch.
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Mit voller Kraft voraus: Baunatals Kevin Trogisch (rechts), mit zwölf Treffern bester Torschütze, setzt sich gegen Gummersbach Felix Maier durch.

Auf dramatische Weise ist Handball-Drittligist Eintracht Baunatal in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dabei war der 30:29 (11:14)-Erfolg gegen den VfL Gummersbach II nach zuletzt drei Niederlagen in Folge vor allem eine Geduldsprobe – und ein schönes Geburtstagsgeschenk für Trainer Dennis Weinrich.

Als Teufelskerl könnte man ihn bezeichnen, diesen Martin Nagy. Denn was der Gummersbacher Torwart in der ersten Halbzeit hielt, war teilweise überragend. 14 Mal verhinderte Nagy mit verschiedensten Körperteilen einen Baunataler Torerfolg. Und genau deshalb deutete nach 30 Minuten vieles darauf hin, als könnte dieser Mann Spieler der Partie werden. Wurde er aber nicht. Glücklicherweise für die Eintracht, die doch schwungvoll in die Partie startete und sich häufig über die Mitte Chancen erarbeitete.

Jemand, der schon früh auf sich aufmerksam machte, war dabei Baunatals Kevin Trogisch. Mit seinen entschlossenen Vorstößen und zumeist präzisen Abschlüssen überwand er hin und wieder mal diesen Nagy, der dennoch maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Gummersbacher zur Pause mit 14:11 in Führung lagen.

„Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehr Zugriff“, nannte Felix Geßner, der nach langer Verletzungspause seinen zweiten Kurzeinsatz feierte, nur einen Grund, warum es im zweiten Durchgang besser für die Eintracht lief. Obwohl Gummersbach mit dem ersten Angriff den Abstand punktetechnisch vergrößerte, hatte Phil Räbiger aus dem Rückraum direkt die richtige Antwort parat – 12:15 (31.). Und weil der Gummersbacher Torwart nicht an die bärenstarke Leistung aus Halbzeit eins anknüpfte und nun öfter das Nachsehen hatte, schmolz die Führung kontinuierlich. Benjamin Fitozovic brachte die Baunataler Eintracht mit seinem Treffer zum 21:21 (42.) endgültig zurück ins Geschäft und die Rundsporthalle zum Toben.

Dass dieses Spiel für die Gastgeber nun zur Geduldsprobe wurde, lag daran, dass sich die Gäste nicht aus dem Konzept bringen ließen. Sie spielten ihre Angriffe ohne Hektik konsequent aus und weil das die Eintracht genauso machte, entwickelte sich ein spannendes Hin und Her. Mit dem 26:25 (52.) durch Kapitän Marvin Gabriel bekam Baunatal Oberwasser.

Für den Knackpunkt des Spiels waren dann aber die Reinhardt-Brüder verantwortlich. Erst traf Fynn, keine Minute später profitierte Lasse per Tempogegenstoß von einem starken Ballgewinn – 30:28 (56.). Gummersbach verkürzte nochmal per Strafwurf, ehe Baunatals Torwart Marian Mügge das letzte Wort hatte und einen Angriff wenige Sekunden vor dem Ende glänzend abwehrte. (Raphael Wieloch)

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