Baunatal von Anfang an auf Siegkurs

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Kapitän im Anflug: Baunatals Marv in Gabriel (von links) setzt sich in dieser Szene gegen Großsachsens Philipp Ulrich und Jan Straub durch. Rechts im Bild ist Baunatals Kreisläufer Leo Helbing. 

Aufwärtstrend bei Eintracht-Handballern

Das Bild hatte Seltenheitswert. In der 50. Spielminute lohnte sich am Samstag der Blick auf die Bank des Handball-Drittligisten GSV Eintracht Baunatal. Dort saßen Felix Geßner, Sven Vogel, Marvin Gabriel und Fynn Reinhardt bei bester Laune nebeneinander. Und das hatte einen Grund: Beim Stand von 30:19 war das Spiel praktisch entschieden.

Am Ende stand es dann in der Baunataler Rundsporthalle 34:26 (17:11) gegen den TV Germania Großsachsen – ein deutlicher Sieg, über den sich nicht nur Trainer Dennis Weinrich freute: „Wir wollten die positive Grundstimmung halten, und das ist uns gelungen. Bei mehr als zehn Toren Vorsprung war dann für mich klar, dass auch die Spieler, die sonst eher auf der Bank sitzen, ihre Einsatzzeiten bekommen“, sagte Weinrich und spielte damit auf Luca Rietze, Tom Kurtz und Michel Schäfer an.

Letzterer genoss den Einsatz auf der Rechtsaußen-Position und lobte danach in erster Linie seine Mitspieler: „Patrick hat im Tor wieder eine tolle Vorstellung abgeliefert, aber die Einstellung hat bei allen von Anfang an gestimmt“, freute sich der 20-Jährige.

Gerade diese Einstellung der Eintracht war es, die Großsachsen bereits früh ins Hintertreffen geraten ließ. Baunatal agierte aus einer stabilen 6:0-Deckung heraus. Phil Räbiger und im Wechsel Fynn Reinhardt und Florian Weiß stellten einen stabilen Mittelblock, und das meiste, was doch Richtung Baunataler Tor kam, wurde immer wieder vom starken Patrick Ziebert neutralisiert.

Weil vor allem Ziebert dann auch umgehend den Gegenangriff einleitete, fielen annähernd die Hälfte der Tore über die erste und zweite Welle. Aber auch der Positionsangriff der Eintracht konnte sich sehen lassen – Phil Räbiger bot eine souveräne Vorstellung im Rückraum, und auch Sven Vogel glänzte auf der Rechtsaußen-Position.

Nur einmal schwächelten die Gastgeber etwas, Großsachsen kam auf 9:11 (21.) heran, aber Dennis Weinrich fand offensichtlich in der Auszeit die richtigen Worte, um sein Team auf Siegkurs zurückzubringen.

„Wir wollten den Schwung mitnehmen“, freute sich daher auch Eintracht-Kapitän Marvin Gabriel über den Spielverlauf, bei dem dieses Mal nicht der Einbruch in der zweiten Halbzeit kam.

Da wurde Großsachsen immer mehr zum Sparringspartner der Nordhessen, die sich immer wieder einen Vorsprung von zehn oder mehr Toren herausspielten.

Und dabei funktionierte eigentlich alles, was in einem Handballspiel so funktionieren kann, was auch Großsachsens Trainer Stefan Pohl nach dem Abpfiff zugeben musste: „Allenfalls unser Spiel sechs gegen sechs ging noch in Ordnung, aber wir haben keine Lösung für das Baunataler Tempospiel gefunden“, sagte der Germania-Trainer.

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