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Eintracht Baunatal gewinnt Topspiel der Abstiegsrunde in Burgdorf 33:32

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Von: Manuel Kopp

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Er ging voran: Baunatals Phil Räbiger (hinten, hier gegen Gensungens Christoph Koch) traf beim Sieg in Burgdorf achtmal für die Eintracht.
Er ging voran: Baunatals Phil Räbiger (hinten, hier gegen Gensungens Christoph Koch) traf beim Sieg in Burgdorf achtmal für die Eintracht. © Andreas Fischer

Die Handballer von Eintracht Baunatal haben den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Dritten Liga gemacht – auch wenn der Weg natürlich noch weit ist. Mit dem 33:32-Erfolg beim Spitzenreiter der Abstiegsrunde Gruppe IV, TSV Burgdorf II, bestätigten die Großenritter ihre starke Form und gehen nun mit einem guten Gefühl in die kurze Osterpause.

„Es war ein sehr intensives Spiel, auch auf der Bank war es sehr aufreibend“, sagte Eintracht-Coach Dennis Weinrich. Co-Trainer Mirko Jaissle fügte hinzu: „Es war ein tolles Handballspiel – dynamisch und umkämpft. Die Burgdorfer haben uns alles abverlangt, wir ihnen aber auch.“

Allerdings lagen die Gastgeber im gesamten Spiel nur zweimal in Führung – beim Stand von 4:3 und 5:4 (11.). Die Gäste drehten mit einem 3:0-Lauf durch die Tore von Lasse Reinhardt, Kevin Trogisch und Phil Räbiger die Partie auf 7:5 (14.). Die Baunataler überzeugten mit einem guten Marcel Lohrbach im Tor, einer starken Abwehr und auch im Angriff funktionierte das, was sich die Mannschaft vorgenommen hatte. Dennoch blieben die Burgdorfer in Schlagdistanz, zur Pause führte die Eintracht 17:14.

„In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf sehr hohem Niveau, in der zweiten Hälfte war es dann mehr Kampf als Handball“, sagte Weinrich. Die Baunataler bauten ihre Führung zunächst erstmals auf fünf Tore aus – 19:14 (33.). Dann kämpften sich die Gastgeber aber zurück, plötzlich stand es 23:23 (42.). „In dieser Phase drohte die Partie zu kippen“, sagte Weinrich. Allerdings gingen bei den Gästen nun die Routiniers Phil Räbiger und Marvin Gabriel voran. So steckten die Baunataler auch zwei Rote Karte weg. Erst sah Lasse Reinhardt (42.) diese, dann Benjamin Fitozovic (52.). Beide nach Foulspielen – zumindest der Platzverweis von Reinhardt war umstritten. Bitter für die Eintracht, denn nun hatte sie keinen etatmäßigen Abwehrspieler mehr auf der rechten Halbposition. Aber Max Bieber sprang hier in die Bresche. Zwischenzeitlich war Moritz Goldmann für Lohrbach ins Tor gekommen – und hinterließ einen ebenso guten Eindruck. Schon in der ersten Halbzeit war Goldmann für zwei Siebenmeter eingewechselt worden – und hielt beide. In der Schlussphase zeigte er weitere wichtige Paraden.

Die Gäste zogen wieder auf 27:24 (48.) davon, führten in der 56. Minute immer noch mit drei Toren Vorsprung – 31:28 (56.). Dennoch entwickelte sich ein Handball-Krimi – mit drei Toren in der letzten Minute. Erst verkürzte Burgdorfs Koray Ayar auf 31:32. Räbiger hatte mit dem wichtigen 33:31 die richtige Antwort. 24 Sekunden vor Schluss erzielte Joel Wunsch das 32:33. Aber nun gaben die Baunataler den Ball nicht mehr her und feierten so den Erfolg im Topspiel der Abstiegsrunde.

„Es ist natürlich gut, dass wir mit einem Sieg in die Pause gehen“, sagt Weinrich, der sich nach drei Auswärtspartien schon auf das erste Heimspiel in der Abstiegsrunde freut – am 23. April gegen Hannover-Burgwedel. (Manuel Kopp)

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