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Eintracht Baunatal gibt Sieg in Hannover-Burgwedel noch aus der Hand

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Von: Wolfgang Bauscher

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Freude oder Frust? Der neunfache Torschütze Felix Geßner scheint ebenso unsicher wie das Baunataler Team, wie der Punktgewinn in Hannover zu werten sei.
Freude oder Frust? Der neunfache Torschütze Felix Geßner scheint ebenso unsicher wie das Baunataler Team, wie der Punktgewinn in Hannover zu werten sei. © Andreas Fischer

Bitteres Ende für die Handballer des GSV Eintracht Baunatal. Meist lagen sie bei Handball Hannover-Burgwedel vorn, ehe sie zwei Sekunden vor der Schlusssirene noch den 26:26 (12:10)-Ausgleich hinnehmen mussten. Im ersten Spiel der Drittliga-Abstiegsrunde musste sich die Mannschaft von Trainer Dennis Weinrich somit mit einem Punkt begnügen.

Im Lager der Eintracht herrschten danach zwiespältige Gefühle. „Es fühlt sich schon so an, als hätten wir einen Punkt verloren. Auch deshalb, weil wir nicht das gespielt haben, was wir können und was wir uns nach den vorherigen guten Leistungen vorgenommen hatten“, sagte Dennis Weinrich. „Andererseits“, betonte der Baunataler Trainer weiter, „ist es schön, dass wir immerhin noch einen Zähler mitgenommen haben“.

Beinahe wären es trotz allem zwei geworden. 20 Sekunden vor dem Ende hatte Kevin Trogisch die Gäste mit 26:25 in Führung gebracht. Dass sie den knappen Vorsprung nicht über die Zeit brachten, lag auch an einer Zweiminuten-Strafe gegen Lasse Reinhardt. Die Gastgeber spielten ihre Überzahl geschickt aus, setzten Lennart Koch in Szene, und gegen den Wurf des Rechtsaußen zum 26:26-Endstand war Marcel Goldbach im Eintracht-Tor machtlos.

Der GSV hatte schlecht in die Partie gefunden. „Du musst bei diesen Spielen sofort drin sein. Aber uns hat die emotionale Bindung gefehlt, wir sind eher in einen negativen Strudel geraten“, befand Weinrich. Anders die Niedersachsen, denen er bescheinigte, „mit großer Emotionalität gegen die vermutlich bessere Mannschaft“ angekämpft zu haben.

Ähnliche Ausgangsbedingungen erwartet der Trainer auch in den kommenden Partien wie zunächst am Samstag beim HSC Bad Neustadt. „Das ist dann eben Kopfsache. Wir passen uns oft den stärkeren Gegnern an, aber leider auch den schwächeren. Aber wir müssen gegen beide über uns hinauswachsen“, sagt Weinrich.

In Hannover gelang dies nicht. Zumal Fynn Reinhardt nicht dabei war und Phil Räbiger nach einer Erkältung die Kräfte fehlten. „Wir hatten nur zwei gute Phasen, waren aber nie konstant“, urteilte der Eintracht-Trainer. Einmal machte sein Team aus einem 3:7-Rückstand eine 10:8-Führung, später zog sie auf 24:20 davon (52.) und schien auf der Siegerstraße.

Doch Hannover kam heran und glich zum 24:24 aus (58.). Lasse Reinhardt brachte die Eintracht wenig später wieder in Führung, ehe die Gastger durch Marius Kastening, Bruder von MT-Rechtsaußen Timo Kastening, abermals gleichzogen (59.). Ehe es dann in den besagten letzten 20 Sekunden noch dramatischer wurde.

„Wir haben wieder einmal zu viele Bälle verworfen und den Sack nicht zugemacht. Beim Abschluss tun wir uns zu oft zu schwer“, sagte Weinrich. An der Defensivleistung seiner Mannschaft hatte er wenig auszusetzen, „aber vorn hatten wir zu viel Abstand zur gegnerischen Deckung. Von deren Aggressivität haben wir uns beeindrucken lassen“. Des Trainers Fazit: „Das war kein gutes Spiel von uns.“ Immerhin wird der angeschlagene Fynn Reinhardt Mitte der Woche im Training zurückerwartet, und Räbiger dürfte bis zum Samstag wieder bei Kräften sein. (Wolfgang Bauscher)

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