Auf einer Welle geritten

Eintracht Baunatal startet mit 34:27-Sieg gegen Volmetal in die Dritte Liga

Voller Einsatz: Die Baunataler Jan-Erik Kleinschmidt (links) und Fynn Reinhardt versperren dem Volmetaler Julius Blümel den Laufweg. Im Hintergrund Volmetals Kapitän Frederik Kowalski.
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Voller Einsatz: Die Baunataler Jan-Erik Kleinschmidt (links) und Fynn Reinhardt versperren dem Volmetaler Julius Blümel den Laufweg. Im Hintergrund Volmetals Kapitän Frederik Kowalski.

Das war ein Start nach Maß. Unter widrigen Bedingungen. „So werden wir wohl nie wieder zusammenspielen“, sagte Dennis Weinrich nach dem 34:27 (17:14)-Sieg des GSV Eintracht Baunatal über den TuS Volmetal.

In der heimischen Rundsporthalle hatte Baunatals Trainer zusammen mit 300 getesteten, geimpften, genesenen und dabei ordnungsgemäß registrierten Zuschauern eine in allen Belangen geschlossene Mannschaftsleistung seiner Schützlinge gesehen, die ihn „rundum zufrieden“ machte.

Und das konnte sie auch. Ohne die verletzten Felix Geßner, Phil Räbiger und Lasse Reinhardt waren die Gastgeber ohnehin schon geschwächt. Damit aber nicht genug: Eine Oberschenkelzerrung gestattete Kapitän Marvin Gabriel nur rund 30 Minuten Spielzeit, und zudem kassierte Philipp Hempel nach einem rüden Foul an Volmetals Dominik Domaschk (21.) zu Recht eine Rote Karte.

Das hätte der Wendepunkt einer Partie sein können, in der sich die Eintracht eine 10:6-Führung herausgearbeitet hatte (12.). Volmetal reagierte darauf mit einer aggressiveren 5:1-Deckung, der sonst souverän agierende Marian Mügge im Baunataler Tor hatte ein paar schwächere Minuten, und der Einsatz des siebten Feldspielers brachte nicht den gewünschten Erfolg, sondern nur zwei unnötige Volmetaler Tempogegenstoß-Tore.

Das Ergebnis: Aus der 10:6-Führung wurde ein 11:13-Rückstand (23.). „Zu diesem Zeitpunkt sind wir über die Grenze gegangen und wurden belohnt. Danach sind wir auf einer Welle geritten“, sagte Weinrich später. Und dabei waren es lediglich die Routiniers Kevin Trogisch und Fynn Reinhardt, die zusammen mit ihren 14 Toren den Grundstock zum Baunataler Erfolg lieferten.

„Unsere Abwehr hat uns gepusht“, sagte Trogisch später. Der Linkshänder hatte eine starke Vorstellung abgeliefert, alle Siebenmeter verwandelt und den letzten noch dem A-Jugendlichen Aaron Henne überlassen. Der hatte zuvor schon ein Feldtor erzielt und so am Ende zwei Tore auf seinem Konto.

Die Baunataler Abwehr – insbesondere der Mittelblock – waren in der Tat am Samstag sehr speziell. Nach der Roten Karte gegen Hempel musste dort der auf allen Positionen überzeugende Fynn Reinhardt zusammen mit Jan-Erik Kleinschmidt die TuS-Rückraumschützen in Schach halten, was beiden bestens gelang, „obwohl wir fast noch nie zusammen den Mittelblock trainiert haben“, wie Reinhardt später sagte.

So drehten die Gastgeber den Rückstand noch zur psychologisch wichtigen 17:14-Halbzeit-Führung. Im zweiten Durchgang versuchte Volmetals Trainer Marc Rode zwar noch mal mit einer Auszeit beim Stand von 23:17 (42.) das Ruder herumzureißen, aber für die Gäste war es zu spät. Leo Helbing wirbelte am Kreis, und der 21-jährige Max Bieber lieferte im Rückraum eine starke Vorstellung ab. Und wenn die Volmetaler dann doch mal die Baunataler Abwehr durchbrachen, war mehrfach Endstation bei Marian Mügge, dessen Leistung immer wieder mit Applaus honoriert wurde.

Am kommenden Samstag steigt nun das Derby in Gensungen. Sicherlich mit einer anderen Aufstellung und wohl wieder mit Marvin Gabriel. Der Kapitän weiß bereits, was die Eintracht bei der ESG erwartet: „Das wird noch mal viel schwieriger.“ (Martin Scholz)

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