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Eintracht verliert nach starkem Start

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Von: Wolfgang Bauscher

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Auf ihn war wieder Verlass: Eintracht-Linksaußen Felix Geßner, hier vor vier Monaten im Heimspiel gegen Bad Neustadt, war in Magdeburg mit acht Treffern erfolgreichster Baunataler Werfer.
Auf ihn war wieder Verlass: Eintracht-Linksaußen Felix Geßner, hier vor vier Monaten im Heimspiel gegen Bad Neustadt, war in Magdeburg mit acht Treffern erfolgreichster Baunataler Werfer. © Andreas Fischer

Nach 20 Minuten sah es so aus, als könnten die Handballer des GSV Eintracht Baunatal in ihrem ersten Saisonspiel der 3. Liga beim SC Magdeburg II einen deutlichen Sieg einfahren. Auch zur Pause lagen sie noch gut im Rennen. Am Ende allerdings herrschte Enttäuschung vor, denn die Gäste unterlagen 27:31 (14:10). Daran änderte auch ein überraschendes Comeback nichts.

Die Baunataler erwischten einen guten Start und waren gleich voll drin in der Partie. 5:3 lagen sie nach neun Minuten vorn und bauten die Führung in den folgenden zehn Minuten auf 10:3 aus. „Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt und hätten zur Pause viel höher führen müssen als mit vier Toren“, sagte GSV-Trainer Dennis Weinrich.

Nach dem Seitenwechsel hielt sich die Eintracht zunächst weiter gut. Mit einem seiner acht Treffer erzielte Felix Geßner das 17:13 (36.). Die Magdeburger benötigten danach jedoch gerade einmal sechs Minuten, um aus ihrem Rückstand eine 19:17-Führung zu machen – ihre erste überhaupt nach dem 1:0. Geßner war es wenig später vorbehalten, die Torflaute der Baunataler zu beenden.

„Wir haben Magdeburg viel zu schnell ausgleichen und in Führung gehen lassen und danach nie mehr ins Spiel gefunden“, sagte Weinrich. Was ihm zudem auffiel: „Unsere Abwehrleistung war jetzt nicht mehr so stabil wie in der ersten Hälfte. Durch eine bessere Angriffsleistung hätten wir das vielleicht kompensieren können, aber die kam nicht.“ Stattdessen habe sich sein Team „die Butter vom Brot nehmen lassen“. Wobei zu berücksichtigen ist, dass Phil Räbiger fehlte und die Brüder Fynn und Lasse Reinhardt nach ihren Verletzungen längst noch nicht auf gewohntem Niveau spielen.

Nach dem Rückstand konnten die Baunataler nie mehr gleichziehen und liefen bis zur Schlusssirene hinterher. Abschütteln ließen sie sich jedoch auch dann nicht, als der Nachwuchs des Deutschen Meisters seinen Vorsprung auf 28:23 ausgebaut hatte (56.). Benjamin Fitozovic, Lasse Reinhardt und Geßner brachten den GSV auf 26:28 heran, danach brachten die Gastgeber den Sieg sicher nach Hause. „Gegen unsere offene Abwehr kamen nun die freien Bälle des Gegners, der sich keine Fehler mehr erlaubt hat“, erklärte Weinrich. Den Erfolg des SCM bezeichnete der GSV-Trainer als verdient: „Sie waren besser, zumal wir nur 25 Minuten lang am Optimum gespielt haben. Aber wir können auf unserer Leistung aufbauen.“

Und das Comeback? Weil die Personalsituation bei den Baunatalern in den letzten Wochen nicht rosig war, hatten sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht. Und Paul Gbur um Unterstützung gebeten. Dieser hatte 2020 seine Karriere nach 14 Jahren im Eintracht-Trikot beendet, nun erklärte er sich zum Aushelfen bereit. Und kam sogar für einige Minuten zum Einsatz. Das Blatt zu wenden vermochte aber auch er nicht mehr.

SC Magdeburg II - Eintracht Baunatal 31:27 (10:14) Magdeburg: Schäfer, Pfeil (1/1), Haake (7), Liehr (4), Hein (4), Ruddat (2/1), Goudriaan, Behrendt, Panoven, Möller (2), Kloor (10), Zwarthoed, Löwen, Döbler, Hertzfeld (1)

Baunatal: Mügge (bis 38.), Lohrbach (38.-50.), Goldmann (ab 50.) - Gbur, Trogisch (4/1), Kleinschmidt (3), Batz (1), Hellmuth, Bieber (3), Fitozovic (2), Geßner (8), Fynn Reinhardt (1), Lasse Reinhardt (2), Gabriel (3)

SR: Ebel (Hamburg)/Krähe (Celle) Zeitstrafen: 10/12 Siebenmeter: 2/2 - 1/2

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