Eintracht Baunatal chancenlos

Nichts zu holen für Eintracht Baunatal in Großwallstadt

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Szene aus dem Hinspiel: Baunatals Paul Gbur (Mitte) wird von Großwallstadts Deckung gestoppt. 

Chancenlos beim Altmeister: Handball-Drittligist Eintracht Baunatal unterliegt auch wegen großer Personalnot beim TV Großwallstadt 31:39.

Schon bitter: Für die personell arg gebeutelten Handballer des GSV Eintracht Baunatal gab es beim TV Großwallstadt nichts zu holen. Der nordhessische Drittligist kassierte am Samstag gegen den Altmeister aus Unterfranken eine deutliche 31:39 (13:18)-Niederlage. Bitter deshalb, weil sich kurz vor dem Anwurf auch noch Phil Räbiger wegen Nackenproblemen abmelden musste.

Somit fehlten Trainer Dennis Weinrich vier Stammkräfte. Und das gegen den Tabellenführer, bei dem in dieser Saison noch kein Team gewonnen hatte. „Wenn du da erfolgreich sein willst, muss alles passen. Davon waren wir weit entfernt“, sagt Weinrich. Zumal nach dem Ausfall Räbigers die komplette Deckung umgebaut werden musste. Leo Helbing rückte erstmals in den Mittelblock neben Fynn Reinhardt – logisch, dass dann die Abstimmung fehlte. „Die Automatismen waren einfach nicht da“, sagt Weinrich.

Die Folge: Baunatals Abwehr bekam den glänzend aufgelegten Mario Stark überhaupt nicht in den Griff. Großwallstadts Rückraumlinker erzielte elf Tore. Überhaupt taten sich die Gäste in der Deckung schwer, sie eroberten nur wenige Bälle und schafften es fast nie, ihr Tempospiel aufzuziehen.

Vor der Begegnung hatte Weinrich ein gutes Gefühl. Das änderte sich ziemlich schnell. Keine zwei Minuten waren gespielt, da lag seine Mannschaft 0:3 zurück, nach elf Minuten stand es 3:8 aus Sicht der Nordhessen. Erst dann wachten sie auf, probierten es im Angriff mit einem siebten Feldspieler und kamen in der Folge etwas heran. Kurz nach dem Wechsel verkürzte Marvin Gabriel auf 14:18 (31. Minute).

Der Eintracht-Trainer sagt aber: „Großwallstadt hat das schon sehr abgezockt gemacht und den Vorsprung gut verwaltet.“ Immer wenn es nötig war, schlugen die Gastgeber zu, Baunatal hingegen ließ in dieser Phase zu viele gute Chancen ungenutzt. Und irgendwann fehlten dann auch einfach die Kräfte. „Personell hatten wir keine Alternativen. Fast alle mussten durchspielen“, erklärt Weinrich.

Es sollte halt nicht sein. Immerhin ließen sich die Baunataler nicht hängen und brachten es auf beachtliche 31 Treffer. Hätten sie die freien Bälle besser verwertet, wären sogar 35 Tore möglich gewesen, sagt Weinrich: „Aber unterm Strich waren wir chancenlos. Wir sind nie in einen Lauf gekommen.“ Spätestens nach dem Treffer von Schlussmann Can Adanir zum 28:20 (41.), der den Ball im verwaisten Baunataler Tor unterbrachte, war klar, dass es keine Überraschung wie im Hinspiel geben würde. In der Rundsporthalle gelang der Eintracht noch ein 24:24.

Vor dem Hintergrund der Personalnot und der Tatsache, dass es gegen den Spitzenreiter ging, „wirft uns diese Niederlage mental nicht aus der Bahn“, sagt Weinrich. Nächsten Samstag kommt allerdings der nächste Brocken. Dann ist der Tabellendritte Nieder-Roden zu Gast.

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