Handball-Bezirksoberliga: Abwehrarbeit verärgert Coach Frank Hofmann

TGR II enttäuscht im Derby

+
Gute persönliche Bilanz: Fabian Schmitt traf zehnmal für die TGR II. Foto: Walger

Rotenburg. Nach einer deutlichen Derbyniederlage bei der SG Schenklengsfeld wächst bei den Bezirksoberliga-Handballern der TG Rotenburg II der Unmut über die verkorkste Rückrunde. Die HSG Werra WHO dagegen freut sich über zwei Punkte aus ihrem Heimauftritt.

HSG Werra WHO - ESG Gensungen/Felsberg II 28:26 (15:15). Die Gastgeber standen zunächst sicher in der Deckung. Dafür taten sie sich im Angriff schwer. Dabei gelang es nicht, die herausgespielten Chancen zu nutzen. Dadurch verpasste es die WHO, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Ab der 35. Minute lagen die Hausherren ständig in Führung, wobei der größte Vorsprung vier Tore betrug.

Nun versäumte es die WHO, eine vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Gensungen/Felsberg gelang bis zum Spielende jedoch nur noch eine Ergebniskorrektur.„Unser großes Manko war heute das Überzahlspiel, wobei wir dort zu viele Gegentore gefangen haben“, meinte WHO-Trainer Pero Barzov.

Tore für die WHO: Bommer (8), Strümpf (5), Fischer, Witzel (je 4), Naumann (3), Heer (2), Malsch und Walger (je 1). (pf)

SG Schenklengsfeld - TG Rotenburg II 41:31 (24:14). TGR-Trainer Frank Hofmann wetterte nach dem Spiel: „Wir haben eh schon eine schwache Abwehr. Und da haben wir heute noch mal einen draufgesetzt.“ Die Defensivarbeit seiner Spieler im Spiel eins gegen eins habe mit Bezirksoberliga-Handball nicht viel zu tun. Besonders der 16-fache SG-Torschütze Sebastian Schramm traf, wie er wollte.

Zwischen der achten Minute - da stand es noch 6:6 - und der 16. erfasste die Rotenburger ein kollektiver Blackout: Im Angriff wurde der Ball immer und immer wieder kopflos weggeworfen, was die Schenklengsfelder mit ihrem überragenden Torhüter Sascha Kepert im Rücken gnadenlos bestraften.

Am Ende der fatalen acht Minuten hatte die TGR-Reserve kein weiteres Tor erzielt. Die Hausherren hingegen zehn. Der 6:16-Rückstand war nicht mehr aufzuholen.

Irgendwann wechselte der TGR-Trainer dann alle im Kader stehenden A-Jugendlichen ein - und schlechter wurde das Spiel der Gäste dadurch nicht. Das alleine zeigt, dass es momentan bei den Etablierten an elementaren Dingen fehlt. „Einfach ein Spiel zum Vergessen“, resümierte der enttäuschte Hofmann. Vor allem im Bezug auf die Abwehrarbeit haben er und seine Jungs viel Arbeit vor sich.

„Obwohl mit Felix Abad und Luca Teichmann zwei Stammspieler fehlten, war unser Sieg nie gefährdet“, sagte dagegen Schenklengsfelds Betreuer Ralf Lotz.

17-jähriger Lichtblick

Immerhin, in den letzten 40 Minuten des Spiels war die TGR-Reserve wieder auf der Höhe und konnte den Zehn-Tore-Rückstand wenigstens halten - allerdings auch, weil die SGS jetzt einen Gang zurückschaltete. Einzige positive Randnotiz: die ersten beiden Tore des 17-jährigen Leon Schmitt im Seniorenbereich.

Tore für die SGS: Schramm (16), Böhler (8), Manske (7), Lotz (4), Apel, Ehlert und Fäcke (je 2).

Tore für die TGR II: F. Schmitt 10, Sangmeister 7, Eimer 4, Harbusch 3/3, Stückrad 2, L. Schmitt 2/1, Pfaff und Kaufmann je 1, Degenhardt 1/1. (zzc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.