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Erst punkten, dann feiern! Der Northeimer HC will gegen Fredenbeck den Klassenerhalt klarmachen

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Sören Lange hat sich in die Herzen der Northeimer Handballfans gespielt. Er ist einer von sechs Spielern, die am Samstagabend verabschiedet werden. ARchi
Sören Lange hat sich in die Herzen der Northeimer Handballfans gespielt. Er ist einer von sechs Spielern, die am Samstagabend verabschiedet werden. © Hubert Jelinek

Es ist alles angerichtet für die große Sause. Im letzten Heimspiel der Saison wollen die Handballer des Northeimer HC am Samstag gegen den VfL Fredenbeck den Klassenerhalt in der 3. Liga perfekt machen. Ein Punkt muss noch her, wenn um 19 Uhr der Anpfiff in der Schuhwallhalle ertönt.

Northeim – Mit breiter Brust und ganz viel Selbstvertrauen sollten die Northeimer ihre letzte Heimaufgabe angehen. Die optimale Ausbeute von vier Zählern aus dem Doppelspieltag brachte sie ihrem großen Ziel näher. Im Wohnzimmer Schuhwallhalle will man nun den letzten Schritt machen. Fredenbeck als Partycrasher? Nach dem 37:27-Erfolg beim VfL kaum vorstellbar.

Die ganz großen Zeiten des Handballdorfes aus dem Geestland liegen lange zurück. Verbunden sind sie vor allem mit dem Namen Zbigniew Tluczynski. „Binjo“ beendete die erste Bundesligasaison des VfL 1989 auf Platz eins der Torjägerliste. Auch Christian Schwarzer trug zu Beginn seiner Karriere das VfL-Trikot. Das Erreichen des Final Four als Zweitligist 1995 und der zweite Bundesligaaufstieg ein Jahr später waren weitere Höhepunkte in der Fredenbecker Vita, bevor es sportlich bergab ging. Man steht nun vor einem Neuaufbau. Der muss nach aktuellem Stand als punktloses Schlusslicht der Gruppe 1 der Abstiegsrunde in der Oberliga erfolgen.

Tristesse also in Fredenbeck, Hochstimmung dagegen beim NHC. Dennoch warnt Carsten Barnkothe davor, die 60 Minuten als Selbstläufer anzusehen. „Natürlich hat man den Zehn-Tore-Sieg im Kopf. Aber so einfach wie im Hinspiel wird es nicht“, prognostiziert der Coach. Fredenbeck habe die Doppelbelastung offensichtlich nicht so gut weggesteckt. „Da waren einige Leistungsträger richtig platt. Wir dagegen haben gut regeneriert.“

Dass es für ihn das letzte Heimspiel als Trainer der Drittligamannschaft ist, hat Barnkothe nicht im Kopf. „Ich werde noch einige Spiele in der Schuhwallhalle coachen. Der Fokus liegt voll und ganz beim Klassenerhalt. Das liegt uns allen sehr am Herzen.“ Man habe jahrelang um die 3. Liga gekämpft. Nun werde man alles daransetzen, die Liga aus eigener Kraft und auf sportlichem Wege zu halten, nach dem in den letzten beiden Jahren die Auswirkungen der Pandemie dabei einen nicht unerheblichen Einfluss hatten.

Nach dem unbefriedigenden Abschluss der normalen Punktrunde hat sich Barnkothe seine Gedanken gemacht, ob es denn mit einem Happy End zum Abschluss seiner Amtszeit klappen würde. Gut sei das Starterpaket mit den vier Punkten aus den Burgenland-Spielen gewesen. „Dann sind wir super reingekommen. Die Siege gegen Bielefeld waren mitentscheidend. Und zum Glück fielen unsere Coronaausfälle in die Osterpause“, erinnert sich Barnkothe.

Den Schlusspunkt wollen die NHC-Männer nun am Samstag setzen. Mit dabei ist dann auch wieder Malte Sültmann, der wegen einer Coronaerkrankung lange pausieren musste.  (Andreas Schridde)

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