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Derby in der Schuhwallhalle: Der Northeimer HC empfängt Eintracht Hildesheim

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Defensiv drückt beim Northeimer HC aktuell der Schuh. Hier eine Szene aus dem Heimspiel gegen Oranienburg. Gut, dass am Sonntag gegen Hildesheim Paul-Marten Seekamp (links) wieder an Bord ist.
Defensiv drückt beim Northeimer HC aktuell der Schuh. Hier eine Szene aus dem Heimspiel gegen Oranienburg. Gut, dass am Sonntag gegen Hildesheim Paul-Marten Seekamp (links) wieder an Bord ist. © Hubert Jelinek

Nach drei Niederlagen haben die Drittliga-Handballer des Northeimer HC mit Eintracht Hildesheim am Sonntag ab 17 Uhr einen weiteren ganz schweren Gegner vor der Brust.

Northeim – Beim Derby gegen den Ex-Zweitligisten braucht das Team die Unterstützung der Fans, um gegen die Ex-Mannschaft von Trainer Jürgen Bätjer bestehen zu können.

Mit voller Konzentration, aber ohne Groll geht der Coach in die Begegnung. „Dann treffen wir uns mal wieder auf der Platte und nicht nur am Telefon“, freut sich Bätjer besonders auf das Wiedersehen mit Lothar von Hermanni. Seit 2010 steht er bei der Eintracht unter Vertrag und hat zuletzt beim Saisonstart gegen Bayreuth mit zwölf Toren seine Gefährlichkeit bewiesen. Auch die Northeimer Fans erinnern sich gern an den quirligen Rechtshänder, der sich beim NHC nach einer Verletzung einige Monate lang ins erste Glied der Eintracht zurückspielte.

Hermanni dürfte vor allem die Northeimer Außenverteidiger unter Druck setzen, rückt aber auch gern in die Mitte ein. Genau dort sieht Bätjer das Problem der jungen Northeimer Mannschaft. „Die Abwehrmitte ist noch zu zaghaft. Der gegnerische Angriff wird zu selten unterbunden. Gegen die Füchse haben wir nur elf Freiwürfe erzwungen, was auch die hohe Zahl an Gegentoren erklärt“, weist Bätjer auf das aktuelle Manko hin. Ginge es nur nach erzielten Treffern, läge der NHC auf dem zweiten Platz. Aber 106 Gegentore in drei Spielen können nicht durch gute Angriffsleistung kompensiert werden. Bätjer ist daher froh, im Derby mit Paul-Marten Seekamp wieder Erfahrung ins Team zu bekommen.

Trotz der Niederlagen sieht Bätjer das Team hoch motiviert: „Gerade, weil wir in den letzten beiden Spielen immer wieder dran waren, müssen wir uns für die Leidenschaft im Spiel und im Training endlich belohnen.“ Ob das gegen Hildesheim klappt, bleibt fraglich. Denn hinter den Spielmachern Raffael Pogadl (verletzt) und Finnian Lutze (Beruf) steht noch ein Fragezeichen. Da auch Marc Bode nicht zur Verfügung steht, wird erstmals Karl Hofmann aus der A-Jugend auf der Bank Platz nehmen.

Hildesheims neuer Trainer Daniel Deutsch verbuchte Anfang September noch einmal einen Neuzugang. Der Ukrainer Mykyta Litvinenko kam vom HC ZTR Saporischschja, dem Konkurrenzverein des in der 2. Bundesliga spielenden HK Motor Saporischschja. Der athletische U19-Nationalspieler verstärkt die Eintracht im Rückraum und hatte sich zuletzt in Rostock fit gehalten.

Der Ticketvorverkauf läuft (wie üblich bei Heimspielen) seit Montag über die Vereinshomepage. Die Tageskasse am Sonntag öffnet um 16 Uhr.

northeimerhc.de

(Axel Janßen)

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