Schmidt treffsicher

ESG Gensungen/Felsberg im Ligapokal nach 17:11 nur 29:29 bei HSG Rodgau Nieder-Roden

Starke Vorstellung: Rückraumspieler Vince Schmidt (hier am Ball im Derby gegen die MT II) glänzte als bester Torschütze der ESG zum Auftakt des Ligapokals, musste sich aber dennoch mit einem 29:29 in Rodgau begnügen.
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Starke Vorstellung: Rückraumspieler Vince Schmidt (hier am Ball im Derby gegen die MT II) glänzte als bester Torschütze der ESG zum Auftakt des Ligapokals, musste sich aber dennoch mit einem 29:29 in Rodgau begnügen.

Es hätte das I-Tüpfelchen sein können. Der sportliche Höhepunkt einer Woche voller Lichtblicke für die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg.

Rodgau – Erst wurde der langjährige Publikumsliebling Benedikt Hütt Papa, dann heiratete Stamm-Torhüter Marc Lauterbach, ehe sich das Team im Ligapokal nach mehr als fünf Monaten Zwangspause endlich wieder in einem Wettkampf beweisen durfte. Und das Rumpfteam verkaufte sich im Ligapokal der Drittligisten teuer bei der favorisierten HSG Rodgau Nieder-Roden. Um sich nach zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung mit einem 29:29 (14:9) begnügen zu müssen.

„Das Ergebnis ist schon enttäuschend, nicht aber die Art, wie wir gespielt haben. Da habe ich sehr viel Positives gesehen“, lobte ESG-Coach Arnd Kauffeld die Grün-Gelben für einen leidenschaftlichen Auftritt. Angefangen bei Torwart Lukas Voß, der 15 Paraden zeigte und im Verbund mit seinen Vorderleuten Schwerstarbeit gegen den letztjährigen Tabellendritten der 3. Liga Mitte zu leisten hatte.

Kapitän Koch fehlte verletzt

Auch, weil Christoph Koch nicht mitwirken konnte. Den Kapitän plagt eine Rippenprellung. Dafür gab Tom Küllmer eine vielversprechende Premiere am Kreis, wurde aber in der Deckung geschont. Kauffeld entschied sich für einen Wechsel Abwehr-Angriff. Franco Rossel bildete mit Spielmacher Jona Gruber den Mittelblock unterstützt von Jannis Kothe und Vince Schmidt auf Halb.

Diese neu formierte und äußerst flinke Deckung hatte die „Baggerseepiraten“ über 4:2 (7., Schmidt), 8:6 (15., Kothe) nach einem 4:0-Lauf zum 13:7 (23., Schmidt) weitgehend im Griff. Da wussten die Gäste im Kleingruppen-Spiel zu gefallen, trugen geduldig ihre Angriffe vor und lockten die HSG mit geschickten Kreuzungen ein ums andere Mal aus der Reserve. Mittelmann Gruber verlieh dem Spiel Struktur und vor allem der Halblinke Schmidt war nicht zu stoppen. „Vince hat gezeigt, was er kann“, lobte Kauffeld den 24-Jährigen.

Linksaußen Hoddersen nicht zu bremsen

Doch auch nach Schmidts Treffer zum 17:11 (33.) ließ sich die HSG aus der einwohnerstärksten Stadt des Landkreises Offenbach nicht abschütteln. In erster Linie US-Nationalspieler Sam Hoddersen nutzte seine Räume durch die Wechsel in Abwehr und Angriff der ESG gnadenlos aus. Der Linksaußen war im Gegenstoß eine Wucht. Vier seiner zehn Treffer gelangen ihm binnen nur 150 Sekunden zum 15:17 (37.).

Zehn Minuten später folgte der Knackpunkt. Kaum war Gensungen auf 24:19 (46., Schmidt) enteilt, kassierte Rossel seine dritte Zeitstrafe (47.). Ohne das Kraftpaket konnten die Edertaler nicht verhindern, dass die HSG Tor um Tor aufholte und Hoddersen zum 29:29 ausglich (58.).

Otto verpasst das I-Tüpfelchen

Doch eine Chance bot sich noch. Ein auf die letzte Sekunde perfekt gespielter Angriff, den Jan-Hendrik Otto allerdings nicht veredeln konnte. Es wäre das I-Tüpfelchen gewesen auf die Woche der Lichtblicke, die sogar musikalisch untermalt wurde auf der Heimfahrt im Bus. Von Ex-Spieler Niklas Vaupel nämlich, dessen neue Single „Raise me up“ reichlich gute Laune für lauschige Sommer-Abende und dritte Halbzeiten in der Hölle Nord versprüht. (Sebastian Schmidt)

Das Schema:

ESG Gensungen/Felsberg: Zülch, Voß - Rossel 1, Küllmer 2, Wachs 1, Schmidt 9, Otto 4/2, Gruber 3, Feuring 4, Lippold 2, Koch, Kothe 3.

SR: Ekk/Walther (Wiesbaden).

Siebenmeter: 2/2:2/2.

Zeitstrafen: 2:14-Minuten.

Rot: Rossel (47., dritte Zeitstrafe).

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