3. Liga:

ESG Gensungen/Felsberg kassiert Schlappe zum Kölner Karneval beim Longericher SC

Zehn Siebenmeter, zehn Tore: Nur Maxim Schalles traf zuverlässig für die ESG in Köln.
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Zehn Siebenmeter, zehn Tore: Nur Maxim Schalles traf zuverlässig für die ESG in Köln.

Und wieder feierten nur die Anderen. Die Handballer des Longericher SC Köln nämlich, die der ESG Gensungen/Felsberg eine Lektion in Drittliga-Niveau über 60 Minuten erteilten. Für die Gastgeber war das 39:27 (16:14) der sechste Sieg aus den jüngsten sieben Spielen.

Köln – Während die Edertaler durch die achte Saisonniederlage auf dem vorletzten Platz der Staffel D verharren. Da frohlockte LSC-Coach Chris Stark ob „einer der stärksten Saisonleistungen“. Stolz darauf, dass sein Team das Training am 11.11. ebenso ernst genommen hatte wie den in der ersten Halbzeit „guten Gegner, deren Moral wir nach der Pause gebrochen und gegen den wir das Tempo sehr hoch gehalten haben.“ Da blieben die Kölner cool, als Gensungen ein Traumstart gelungen war. Vince Schmidt, Heinrich Wachs und Maxim Schalles sorgten für ein frühes 3:0 (3.).

„Durch Kreuzungen und Geduld haben wir den Gegner in Bedrängnis gebracht. Die Abwehr war okay, so dass in der ersten Halbzeit alles im grünen Bereich war“, sagte ESG-Coach Arnd Kauffeld. Bis zum 6:5 (12., Cornelius Feuring) lagen die Gäste vorn. Dann bekam Köln mehr und mehr Zugriff. Im Rückraum zeigte sich mit Lukas Martin Schulz (7/4), Daniel Koenen (5), Benjamin Richter (5) und Marian Dahlke (4) ein Quartett stets gefährlich. Getoppt noch von Rechtsaußen Nico Pyszora, dem bei neun Versuchen neun Treffer gelangen.

Nach Wechseln kam ein Bruch ins ESG-Spiel

Nur noch ein Mal führte die ESG. Beim Stand von 13:12 durch Maxim Schalles (26.). Der Zuverlässigkeit in Person, der all seine zehn Siebenmeter traumwandlerisch versenkte. Kein glückliches Händchen hatte indes Kauffeld. Der wollte Kräfte sparen. Doch mit der Hereinnahme von Jona Gruber auf der Mitte, Tom Küllmer am Kreis, Jannis Kothe in den Rückraum und Lukas Voß im Tor sowie später einer Umstellung von 6:0 auf 5:1 in der Deckung klappte plötzlich nichts mehr.

„In der Abwehr hatten wir keine Bindung mehr. Und unser Angriff war leider eine Katastrophe“, haderte Kauffeld. Da bekamen Marc Lauterbach und Lukas Voß keine Hand an den Ball. Null Paraden in 20 Minuten. Erst der eingewechselte Mark Zülch, seit einem Monat 49 Jahre alt, zeigte am Ende noch zwei Paraden. Und war ebenso wie Linksaußen Nino Jedinak, der bei seiner Premiere traf, und Jungsspund Hannes Friedrich ein kleiner Lichtblick in einer aus ESG-Sicht ganz, ganz düsteren zweiten Halbzeit.

ESG: Lauterbach, Voß, Zülch - Küllmer, Wachs 2, Schmidt 3, Jedinak 1, Otto, Gruber 2, Feuring 2, Lippold 1, Koch 2, Kothe 1, Friedrich 1, Schalles 12/2.

SR: C. Kamper/K. Kamper (Mönchengladbach). Z: 315.

Siebenmeter: 4/4:10/10. Zeitstrafen: 4:4-Minuten (Sebastian Schmidt)

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