Zahlen zum 30:25

ESG Gensungen/Felsberg krönt genialen Lauf mit der Herbstmeisterschaft

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Geschafft: Vince Schmidt, der heute seinen 23. Geburtstag feiert, und die ESG Gensungen/Felsberg sind Halbzeit-Meister in der Oberliga Hessen und überwintern auf dem ersten Platz nach dem 30:25-Sieg in Wettenberg. 

Gut, besser – ESG Gensungen/Felsberg. Der Traditionsverein aus dem Edertal hat im siebten Auswärtsspiel seinen siebten Sieg gefeiert. Als Lohn für das 30:25 (12:13) bei der HSG Wettenberg überwintert das Team von Trainer Arnd Kauffeld als Halbzeit-Meister der Handball-Oberliga.

Das letzte Spiel des Jahrzehnts und die Lage bei der ESG in Zahlen:

1 Knieverletzung ist der Preis für den elften Saisonsieg im 13. Spiel. Unmittelbar vor seinem wichtigen Treffer zum 18:17 (45.) lief ein Gegenspieler in die Hacken von Benedikt Hütt. Der Linksaußen knickte weg und konnte nicht mehr weitermachen. Bereits gestern war der 32-Jährige bei Mannschaftsarzt Dr. Meinhard Rudolff. „Es kann sein, dass der Meniskus etwas abbekommen hat. Meinem Knie geht es nicht so prickelnd“, sagt Hütt, der nun am Freitag zum MRT-Termin muss.

3 ist die Trikotnummer von Franco Rossel, dem per Kempa nach klugem Pass von Jasse Otto das schönste Tor des Abends gelang. Wer’s (noch mal) sehen möchte, kann dies auf der Facebook-Seite der ESG tun. Mit sechs Treffern war Rossel diesmal der erfolgreichste Gensunger. Insgesamt führt intern Rechtsaußen Otto (84/32) vor Rossel (48), Heinrich Wachs (47), Hütt (43), Vince Schmidt (39) und Kapitän Christoph Koch (35). Macht in Summe 400 Tore, die nur von der TSG Offenbach-Bürgel (417) getoppt werden.

4 Tore in Serie gelangen Gensungen bei der HSG Wettenberg gleich zweimal. Zunächst von 14:17 (42.) auf 18:17 (45.). Und, um zum 26:22 (56.) endgültig auf die Siegerstraße einzubiegen. Das glückte, weil der Abwehr die Umstellung auf 5:1 gut tat und sich dahinter Torwart Marc Lauterbach besserte. „Wir haben am Anfang viele Zweikämpfe verloren. Dann haben wir uns gesteigert, geschickt Bälle geklaut und hatten im Angriff am Ende viel mehr Dampf als der Gegner“, lobte Kauffeld sein Team. Gegen die Wucht von Cornelius Feuring, Wachs, Rossel und Schmidt wusste das Team aus dem Landkreis Gießen keine Lösungen.

9 Spieler haben bereits einen Vertrag für die Saison 2020/21. Linkshänder Otto und Hütt als Dienstältester, der seit 2007 an Bord ist, sorgen mit ihren Unterschriften dafür, dass die Planungen so sicher wie selten laufen. „Das Team funktioniert. Solche Momente muss man nutzen“, weiß Kauffeld.

24 Jahre jung ist die Mannschaft im Schnitt, die in Launsbach auf der Platte stand. Mit Hütt (32), Lauterbach und Koch (29) sind überhaupt nur drei älter als 25. „Solche engen Spiele hätten wir letztes Jahr noch verloren“, macht Schmidt, der heute 23 wird, einen Unterschied und Reifeprozess deutlich. Fleiß, Charakter und Mentalität sind die Attribute, die Kauffeld an seinen Schützlingen besonders schätzt.

26 Tage sind es jetzt bis zum nächsten Oberliga-Heimspiel. Am 18. Januar ist die SG Bruchköbel, die sich als Tabellenfünfter spätestens nach dem 26:33 in Obernburg aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat, zu Gast in der Hölle Nord. „Wir sind demütig zu wissen, wie brutal schwer die Rückrunde wird. Aber wir haben riesige Lust, als Mannschaft erfolgreich zu sein und sind ehrgeizig genug, um Meister werden zu wollen“, sagt Coach Kauffeld.

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