Handball-Oberliga

Gensungen/Felsberg kann sich mit Sieg im Gipfeltreffen an der Tabellenspitze absetzen

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Umkämpftes Duell: Hier wird Gensungens Heinrich Wachs von den Offenbachern Nils Lenort (l.) und Edi Pjanic (r.) unsanft gestoppt. Timo Cohen hindert Maik Gerhold (ganz rechts) am Eingreifen. Nach der 35:36-Hinspielniederlage sinnt die ESG nun im Rückspiel auf Revanche.

Bahnt sich in der Handball-Oberliga am 15. Spieltag eine (leichte) Vorentscheidung an? „Wenn Gensungen/Felsberg gewinnt, dann ja“, sagt Sven Lenort, Interimstrainer der TSG Offenbach-Bürgel vor dem „absoluten Knaller“ gegen den Tabellenführer (So. 17.30 Uhr Sportfabrik Bürgel).

Sein Kollege Arnd Kauffeld bleibt trotz der Aussicht, sich an der Spitze etwas (nämlich vier Punkte) von den Verfolgern absetzen zu können, zurückhaltend: „Natürlich wäre es nicht schlecht, beim Tabellenzweiten zu gewinnen, denn dann könnten wir etwas durchatmen. Doch die Saison ist noch sehr, sehr lang.“

Es ist ein Gipfel der besonderen Art. Da trifft der beste Angriff (ESG) auf die zweitbeste Offensive (TSG), wobei die Südhessen nur einen Treffer weniger erzielt haben. Und da misst sich die heimstärkste Mannschaft (TSG), die sich erst im letzten Spiel vor eigenem Publikum (beim 31:31 gegen Kleenheim-Langgöns nach einer 31:26-Führung) die erste Blöße gab, mit dem Team, das in der Fremde noch überhaupt noch keinen Punkt abgegeben hat.

„Genau deshalb“, erklärt Gensungens Spielmacher Wachs, „können wir selbstbewusst ins Spiel gehen.“ Zuletzt hatte die Mannschaft beim 34:30 gegen Bruchköbel selbst ohne die verletzten Benedikt Hütt und Vince Schmidt (deren Einsatz auch in Offenbach fraglich ist) geliefert, weil Spieler aus der zweiten Reihe (Max Lippold und Max Bieber) ihre Chance eindrucksvoll zu nutzen wussten. Außerdem sei, so Heinrich Wachs, nach der unglücklichen 35:36-Hinspielniederlage „Revanche“ angesagt.

Als fast alle Abpraller beim hellwachen Gast landeten und die Edertaler den überragenden Rechtsaußen Christopher Hofmann (8) nicht in den Griff bekamen. Sven Lenort rechnet erneut mit einem solch offenen Schlagabtausch, „denn meine Mannschaft fühlt sich am wohlsten, wenn sie von der Leine gelassen wird.“

Insbesondere der überragende Rückraum mit „Kopf“ Nils Lenort, der sowohl als Schütze wie als Anspieler zu glänzen weiß. Doch auch dahinter braucht sich das Kauffeld-Team dank seiner enormen Durchschlagskraft nicht zu verstecken. „Mit Dampf auf die Nahtstellen der TSG-Deckung gehen“, lautet daher die Devise des Gensunger Coaches.

Der macht in der Vorbereitung auf dieses (möglicherweise) wegweisende Auswärtsspiel alles wie immer. Ist wie seine Schützlinge voll auf das Spitzenspiel fokussiert, blendet jegliche weitere Gedanken - etwa die Folgen eines Sieges oder einer Niederlage - aus. „Weil wir damit bisher hervorragend gefahren sind.“ Sieben Mal ohne Punktverlust nämlich. Ein achtes Mal wäre zumindest ein „Big-point“ auf dem langen Weg zurück in die 3. Liga.

Fanbus nach Offenbach

Die ESG Gensungen/Felsberg setzt zum Spitzenspiel bei der TSG Offenbach-Bürgel einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr ab der Kreissporthalle. Interessenten melden sich bei Lars Ude (Tel. 0170/2447511, E-Mail: fanclub-hoelle-nord@web.de).

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