Handball-Oberliga

„Icke“ Untermann feiert bei Gensungens 36:26-Erfolg gegen Münster beeindruckendes Comeback

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Wieder „da“: Stephan Untermann (l.), der hier Münsters Marc Zeiser stehen lässt und sein Tor zum 19:11 macht. Der 35-Jährige feierte bei der ESG Gensungen/Felsberg ein beeindruckendes Comeback. 

In der Handball-Oberliga konnte die ESG Gensungen/Felsberg dank eines souveränen 36:26-Erfolges gegen die TSG Münster ihren Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen.

Es gab ihn, den einen kurzen Moment der Unsicherheit. Als der eigene Sechs-Tore-Vorsprung (6:0 nach sieben Minuten) schlampig verwaltet wurde. Als der zunächst hoffnungslos unterlegene Gegner ins Spiel fand und auf 11:9 verkürzte (22.). Dann kam Stephan Untermann, feierte ein beeindruckendes Comeback.

„Er hat uns sehr geholfen“, lobte Arnd Kauffeld, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg, den Routinier. Sein Rückraumspieler Jannis Kothe wurde konkreter: „Icke hat für Ruhe und Struktur in unserem Spiel gesorgt.“ Dergestalt, dass die Edertaler bis zur Pause

wieder auf 18:11 davon zogen und schließlich einen 36:26-Erfolg gegen die TSG Münster feierten.

Gleich nach Wiederanpfiff machte der Rückkehrer dann auch „sein“ Tor (zum 19:11) und genoss die Ovationen des verzückten Publikums: „Diese Atmosphäre habe ich lange vermisst.“ Dabei spielte der 35-Jährige so, als wäre er nie weg gewesen. Nahm nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Christoph Koch und Benedikt Hütt umgehend die von ihm gewünschte Rolle ein.

„Ich bin froh, ihn hinter mir zu wissen. Icke bringt frische Energie und ich kann mir meine Ruhepausen gönnen“, sagte Maik Gerhold, als einziger verbliebener Kreisläufer nun besonders gefordert. Was ihn durchaus zu beflügeln schien. Mit sieben Treffern - häufig über die erste Welle - war er Gensungens erfolgreichster Torschütze und schaltete darüber hinaus in der Abwehr auch noch Münsters Top-Torjäger Marc Zelser aus.

Lauterbachs spektakuläre Paraden

Wie überhaupt die gesamte Mannschaft gegenüber dem letzten Heimspiel gegen Aufsteiger Breckenheim (30:30) laut Jannis Kothe eine Schippe drauf gelegt hatte: „Wir wussten um die neue Situation und waren voll fokussiert.“ Das galt auch für den Linkshänder selbst, der im Mittelblock Abwehrchef Koch hervorragend ersetzte und dabei erstaunlich gut mit Franco Rossel harmonierte. Auch das eine Art „Comeback“, hatten die beiden 25-Jährigen doch einst in der Bezirksauswahl zusammen die Mitte einer 6:0-Deckung dicht gemacht.

Dahinter wusste Marc Lauterbach erneut zu glänzen. Und wie! Mit 20 Paraden, wobei der ESG-Schlussmann besonders Benjamin Dautermann, der ihn im Hinspiel noch geärgert hatte, drauf hatte. Sein eingesprungener Block gegen die hohen Würfe des Rechtsaußen war effektiv und spektakulär, riss seine Vorderleute und das Publikum mit. So griff ein Edertaler Rädchen in das andere, so dass Arnd Kauffeld außer dem Wackler vor Untermanns Einwechslung („Da haben wir im Angriff zu oberflächlich gespielt und wurden ausgekontert“) kein Haar in der Suppe fand.

Zumal sich seine Mannschaft nach dem Wechsel auch noch auf die offensive TSG-Deckung einzustellen wusste. Erkenntnisse, die den 14. Saisonsieg für den ESG-Coach noch wertvoller machten. Denn: „Wir haben unser Selbstverständnis wieder gefunden.“ Und derweil den Vorsprung an der Spitze auf fünf Punkte ausgebaut.

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